Osterverkehr in Tirol: Weniger als halb so viele Unfälle wie im Vorjahr

Von Karfreitag bis Ostermontag kamen in Österreich vier Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Insgesamt zeigt die Bilanz des vergangenen Wochenendes einen deutlichen Rückgang bei Unfällen und Verletzten. Trotzdem erwischte die Tiroler Polizei einige Raser und Alkolenker.

So leer wie noch nie waren Tirols Bundesstraßen und Autobahnen am Wochenende.
© BAGNG

Innsbruck, Wien – Geprägt von den Ausgangsbeschränkungen anlässlich des Coronavirus war das Verkehrsaufkommen auf den Tiroler Straßen zwischen Karfreitag und Ostermontag laut Polizei „noch nie so gering wie heuer". Als auffallend hob die Exekutive die vielen Radfahrer heraus. Die Zahl der Motorradfahrer sei hingegen sehr gering gewesen. Ebenso dürften nur wenige Lkw trotz Aufhebung des Wochenendfahrverbotes unterwegs gewesen sein.

Unfälle in Tirol um mehr als die Hälfte gesunken

Während sich in Tirol 2019 am Osterwochenende fast 50 Verkehrsunfälle ereigneten, waren es heuer nur 21. Von 50 Verletzten im vorigen Jahr sank die Zahl auf 23. Im Gegensatz zum Osterwochenende im Vorjahr, an dem eine Person ums Leben kam, starb in diesem Jahr niemand auf Tirols Straßen. Insgesamt passierten in Österreich 164 Unfälle; 2019 waren es noch 406. Dabei gab es heuer an diesem Wochenende 171 Verletzte und vier Tote – vor einem Jahr starben im Vergleichszeitraum mit acht Personen doppelt so viele.

Die vier Verkehrstoten heuer sind trotz Rückgangs von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr nicht die niedrigste Zahl, die im Osterreiseverkehr bisher bilanziert wurde. 2013 starb eine Person im Osterreiseverkehr, 2018 waren es zwei Verkehrstote.

Raser und Alkolenker: Einige schwere Delikte

Trotz des geringen Verkehrsaufkommens ereigneten sich einige, zum Teil auch schwere Verkehrsunfälle – insbesondere Fahrradunfälle und auch Unfälle mit Motorrädern. Der gravierendste Verkehrsunfall ereignete sich am Ostersonntag in Volders, bei dem ein Motorradlenker schwer verunglückte. Die Tiroler Tageszeitung Online berichtete: Motorradfahrer verunfallte in Volders ohne Helm und Schutzkleidung schwer.

Ebenso stellte die Polizei im Zuge ihrer Überwachungsmaßnahmen mehrere gravierende Verkehrsdelikte fest. So wurden einige Autofahrer – darunter auch einer mit Probeführerschein – auf der Autobahn trotz 100er-Beschränkung mit Geschwindigkeiten zwischen 164 und 179 km/h geblitzt. Ein Lkw-Lenker ignorierte eine 40 km/h-Beschränkung auf der Brennerautobahn und fuhr mehr als doppelt so schnell – mit 90 km/h – abwärts. Insgesamt wurden 1040 Schnellfahrer in Tirol geahndet. Insgesamt 18 Personen standen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss und wurden erwischt. Bei einer Autofahrerin im Bezirk Innsbruck-Land wurden sogar fast 3 Promille Alkohol gemessen.

Österreichweit ahndete die Exekutive 24.582 Geschwindigkeitsübertretungen, im Vorjahr waren es noch 74.730 gewesen. Insgesamt 145 Alkolenker wurden angezeigt, dazu kamen in diesem Jahr 31 Drogenlenker. (APA, TT.com)


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