ProSieben meldete sich mit „The Masked Singer" zurück aus der Corona-Pause

Das fröhliche Ver- und Entkleiden geht weiter: Der ProSieben-Kostümball „The Masked Singer“ ist zurück aus der Corona-Pause. Aus der Show fliegt der Roboter – und entpuppt sich als ehemalige Boulevard-Moderatorin. Das ist tatsächlich: überraschend.

Enthüllt: Unter der Maske des Roboters verbirgt sich Moderatorin und Schauspielerin Caroline Beil.
© ProSieben/Willi Weber

Köln – Der Roboter fährt die Systeme runter: Moderatorin und Schauspielerin Caroline Beil ist bei der Musik-Rateshow „The Masked Singer" auf ProSieben enttarnt worden. Die 53-Jährige musste am Dienstagabend ihre Maske ablegen, nachdem sie zu wenige Stimmen der Zuschauer bekommen hatte.

Am Ende schlüpfte sie aus dem glänzenden Roboter-Kostüm, in dem sie in den vergangenen Wochen auf High Heels unerkannt den „Robot Dance" nahezu perfektioniert hatte. „Ich bin auch jetzt ein bisschen erleichtert, weil diese Maske, die drückt unheimlich und man kriegt schlecht Luft", sagte die gebürtige Hamburgerin nach dem Show-Aus.

Verwirrung auf Twitter

Aus dem Rateteam im Studio hatte niemand auf sie getippt. Sänger Rea Garvey war felsenfest davon überzeugt, dass es sich um eine Profi-Sängerin handeln müsse. Gast-Juror Bülent Ceylan warf gar den Namen von Schlagerstar Helene Fischer in den Ring. Im Internet wurde 90er-Jahre-Ikone Blümchen heiß gehandelt. In der zugehörigen ProSieben-App konnte bizarrerweise sogar Schlagersänger Michael Wendler ein paar Stimmen auf sich vereinen. Alles falsch, wie sich herausstellte. Mit Beil, die vor drei Jahren zum zweiten Mal Mutter geworden war, hatte wirklich niemand gerechnet.

📽️ Video | Die Enthüllung des Roboters

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Die gebürtige Hamburgerin, Tochter des Trompeters Peter Beil, präsentierte einst das Sat.1-Boulevardmagazin „Blitz", was sie bekannt machte. 2004 zog sie ins RTL-Dschungelcamp und erwarb sich dort wegen ihrer etwas konfrontativen Art den Spitznamen „Hackebeil". Als Schauspielerin wirkte sie unter anderem bei „Sturm der Liebe" mit. Einigen „Masked Singer"-Zuschauern schien ihr Gesicht und die Vita gleichwohl nicht vollumfänglich bekannt – nach der Enttarnung gab es Nachfragen auf Twitter. ProSieben verlinkte Beils Wikipedia-Artikel.

Bisher nur Frauen rausgewählt

Überraschend war allerdings nicht nur, wer aus der Show ausschied, sondern auch wie. Beil zog in der letzten Abstimmung gegen das Chamäleon, das viele für Dieter „Didi" Hallervorden (84) halten, den Kürzeren, obwohl dessen Gesangsleistung deutlich schwächer war. Beil dagegen hatte musikalisch überzeugt. Schon in der ersten Show hatte sie alle überrascht, als sie in ihrer Maske, die aus etwa 250 Einzelteilen und zwei Mini-Computern bestand, glockenklar ein Stück aus Verdis Oper „La Traviata" sang.

Die aktuelle Staffel „The Masked Singer" entwickelt sich damit zu einem schlechten Pflaster für weibliche Kandidaten. Von den Zuschauern rausgewählt wurden bisher nur Frauen: Sängerin Stefanie Heinzmann (31, „My Man Is a Mean Man"), Model Franziska Knuppe (45) und Schauspielerin Rebecca Immanuel (49, „Edel & Starck"). Musiker Angelo Kelly (38) verließ die Show ebenfalls, aber freiwillig. Dem Kelly-Family-Spross wurde das Pendeln zwischen seinem Wohnort in Irland und der Show in Köln während der Corona-Krise zu gefährlich.

Austro-Version geht erst im Herbst weiter

Corona war auch der Grund, warum „The Masked Singer" zuletzt eine Pause eingelegt hatte. Wegen Corona-Erkrankungen im Team unterbrach ProSieben zunächst die aktuelle Staffel. Am Dienstagabend folgte nun das Comeback. Moderator Matthias Opdenhövel (49) stellte zu Beginn der Ausgabe klar: „Allen geht es gut. Wir sind gesund!" Nun soll es wieder weiter gehen. Als nächstes steht das Halbfinale an.

Der Österreich-Ableger des internationalen Erfolgsformats, „The Masked Singer Austria" auf Puls 4, musste aufgrund der Coronakrise bereits nach der ersten Episode Mitte März pausieren. Erst im Herbst soll die von Arabella Kiesbauer moderierte Show weitergehen. (APA/dpa)


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