AUA und Lufthansa verlängern Einstellung des Flugbetriebs

Die Austrian Airlines und AUA-Mutter Lufthansa verlängern die Einstellung ihres regulären Linienflugbetriebs nochmals. Wann ein regulärer Flugbetrieb wieder aufgenommen werden kann, sei abhängig von der Lockerung der Reisebeschränkungen.

Wann ein regulärer Flugbetrieb wieder aufgenommen werden kann, ist abhängig von der Lockerung der Reisebeschränkungen.
© AUA

Wien, Schwechat – Da die weltweiten Einreisebeschränkungen aufgrund des Coronavirus weiter bestehen oder teilweise sogar verlängert werden, muss Austrian Airlines (AUA) die Einstellung ihres regulären Linienflugbetriebs nochmals verlängern – und zwar um weitere zwei Wochen vom 3. Mai 2020 bis zum 17. Mai 2020.

Auch danach ist nicht mit einer Rückkehr zur Normalität zu rechnen. Die AUA geht von einem "langsamen Neustart" aus und rechnet damit, dass sich das Geschäft frühestens 2023 normalisiert.

Wann ein regulärer Flugbetrieb wieder aufgenommen werden kann, ist abhängig von der Lockerung der Reisebeschränkungen und dem damit verbundenen Anziehen der Nachfrage. „Wir halten uns weiter für einen langsamen Neustart bereit“, erklärt Austrian Airlines Vorstand Andreas Otto in einer Aussendung am Donnerstag.

Lufthansa verlängert eingeschränkten Betrieb bis 17. Mai

Auch AUA-Mutter Lufthansa hat wegen der anhaltenden Corona-Krise ihren Rumpf-Flugplan bis 17. Mai verlängert. Die Zahl der Langstreckenflüge ab Frankfurt sinkt mit der Streichung von drei Verbindungen nach Montreal auf 15 pro Woche. Angeflogen werden noch drei Mal wöchentlich die Flughäfen Chicago, Newark, Sao Paulo, Bangkok und Tokio.

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Dazu kommen 36 tägliche Europa-Verbindungen ab Frankfurt und ab dem 4. Mai auch wieder sechs tägliche Verbindungen zu innerdeutschen Zielen ab München.

Wer nun sein Geld zurück will, muss bei den meisten Airlines derzeit mit längeren Bearbeitungszeiten rechnen. Die Versuche, bei den Rückzahlungen auf die Bremse zu steigen und stattdessen Gutscheine anzubieten, haben einen Grund: Keine Fluglinie kann sofort alle Tickets zurückzahlen.

Einige Fluglinien haben die Links zu den Onlineformularen von der Website genommen.
Verbraucherschützerin Barbara Forster

Die deutsche Regierung setzt sich in Brüssel dafür ein, die Rückerstattungspflicht für abgesagte Flüge während der Coronakrise auszusetzen. Die Airlines sollen stattdessen Umbuchungsgutscheine ausgeben dürfen. Die EU-Kommission hat sich bereits dagegen ausgesprochen.

Ende April wollen die EU-Verkehrsminister laut dem österreichischen Verkehrsstaatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) einen neuen Anlauf nehmen. Österreich unterstützt dem SN-Bericht zufolge die deutsche Initiative. Verbraucherschützer warnen, Kundengelder seien bei Airlines im Insolvenzfall nicht abgesichert. (TT.com, APA)


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