Unterhaus-Comeback im Herbst wäre das höchste der Gefühle

Nach dem vorzeitigen Saisonende im österreichischen Amateurfußball bleiben natürlich einige Fragen offen. Am Freitag meldeten sich einige „Offizielle“ zu Wort.

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Auf Unterhaus-Action müssen Spieler und Zuschauer noch länger warten.
© kristen-images.com / Michael Kristen

Tiroler Fußballverband: Es war TFV-Präsident Josef Geisler ein Anliegen, nochmals auf die Abläufe in der Beschlussfassung des ÖFB hinzuweisen. Das vom ÖFB eingeholte Rechtsgutachten habe er genau nach jenen Kriterien betrachtet, wie er es auch in seiner ehemaligen jahrzehntelangen Tätigkeit als Berufsrichter getan hätte. „Ist es schlüssig, ist es nachvollziehbar, ist es in sich widerspruchsfrei? Das Rechtsgutachten erfüllt alle diese Kriterien, weshalb es auch von ALLEN Präsidiumsmitgliedern für die Entscheidung herangezogen wurde“, bringt Geisler im Schreiben des TFV zum Ausdruck.

Ohne Beendigung der Saison könne es keine Wertung geben. Geisler führte dazu Paragraph 11 Absatz 1 der Meisterschaftsregeln des ÖFB an: „Jeder Verein muss gegen jeden anderen Verein seiner Klasse zumindest zweimal antreten.“ Das war ja nicht der Fall. Das TFV-Präsidium setze sich demnächst mit der weiteren Vorgehensweise auseinander, damit man im Herbst hoffentlich wieder starten kann.

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Vereinigung der Fußballer (VdF): Nicht nur die ÖFB-Bestimmungen benötigen für so einen unvorhersehbaren Fall, wie ihn das Coronavirus mit sich brachte, ein Update. Dies sei laut der österreichischen Spielergewerkschaft auch im Vertragswerk bei den Amateurklubs nötig. Bezüglich der Spielerverträge herrsche große Unsicherheit bei Spielern wie Vereinen. Dafür sorgen verschiedene Vertragskonstruktionen für Spieler, 


  1. die eine echte Aufwandsentschädigung erhalten;
  2. die Aufwandsentschädigungen als verstecktes Fixum erhalten;

  3. die geringfügig beschäftigt sind;

  4. die in einem echten Dienstverhältnis stehen;

  5. die über Mischformen aus den genannten Modellen verfügen.

„Für die Zukunft sollte es der – schon seit Langem benötigte – Anlass sein, den Amateurfußball auf eine rechtlich sichere Basis zu stellen“, stellt VdF-Sekretär Gernot Baumgartner fest. Der Vorstandsvorsitzende Gernot Zirngast forderte ein, das auch allen Zweitligisten die Möglichkeit gegeben werden soll, mit dem Training zu beginnen. (lex)


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