Shiffrin sprach über Tod von Vater Jeff: „Am Berg bin ich ihm nahe"

Nach emotional schwierigen Monaten steigt die Motivation für das Skifahren wieder. Shiffrin plant für den Saisonstart in Sölden: „Da will ich hin, das würde sich auch mein Dad wünschen."

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© GEPA pictures/ Andreas Pranter

Vail – Mikaela Shiffrin blickt wieder mit Vorfreude auf ihre Zukunft im alpinen Ski-Weltcup, wird von den Erinnerungen an ihren Anfang Februar gestorbenen Vater aber immer wieder überwältigt. In einem CNN-Interview erzählte die US-Amerikanerin erstmals von den letzten Momenten, die sie mit ihrem Vater nach dessen häuslichen Unfall hatte.

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"Er sah nicht mehr wie er selbst aus. Aber ich konnte ihn noch fühlen. Daran denke ich viel", sagte Shiffrin mit Tränen in den Augen. Die 25-Jährige hatte wegen des Trauerfalls mitten in der Saison mehrere Rennen ausgelassen und ihren Titel im Gesamtweltcup nicht erfolgreich verteidigt. Es wäre ihr vierter in Serie gewesen.

Motivation fürs Skifahren steigt wieder

Zudem wurden die abschließenden Rennen, bei denen die Olympiasiegerin und fünffache Weltmeisterin ihr Comeback geben wollte, wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt. Ihr bisher letztes Weltcuprennen bestritt Shiffrin Ende Jänner in Bansko. Dort gewann sie den Super-G. Die große Kristallkugel für den Gesamtweltcup ging letztlich an die Italienerin Federica Brignone.

Nach emotional schwierigen Wochen sehnt Shiffrin nun ihre Rückkehr auf Schnee herbei. "Meine Motivation steigt wieder", sagte die Siegerin von 66 Weltcup-Rennen. "Ich warte auf Sölden, auf die ersten Rennen." Im Ötztal ist für Oktober der traditionelle Saisonstart geplant. "Da will ich hin, das würde sich auch mein Dad wünschen", meinte Shiffrin. "Am Berg bin ich ihm nahe - so nahe, dass es manchmal wehtut." (APA)


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