AlphaTauri hält Austausch-Crew bei einem Corona-Fall bereit

Franz Tost, der Tiroler Teamchef des italienischen Rennstalls, ist überzeugt, dass die Saison mit Geisterrennen am 5. und 12. Juli in Österreich startet.

Teamchef Franz Tost lässt sich auf Wetten ein, dass der F1-Auftakt in Spielberg stattfindet.
© Sam Bloxham via www.imago-images.de

Faenza - Der Formel-1-Rennstall AlphaTauri bereitet sich auf den möglichen Start der neuen Saison im Juli in Spielberg auch mit einer Ersatz-Crew vor, falls es an der Rennstrecke zu einem positiven Corona-Test kommen sollte. Dies sagte Teamchef Franz Tost in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" (Montag).

"Wenn ein Mitarbeiter vom Virus befallen wird, gibt es gar keine Diskussion. Er muss dann entweder sofort ins Krankenhaus oder in häusliche Quarantäne. Die Entscheidung hängt von der Schwere des Falls ab", erklärte der 64-jährige Tiroler.

Mit Blick auf das weitere Team-Geschehen vor Ort werde dann geprüft, wo der Mitarbeiter tätig war, ob zum Beispiel direkt am Auto mit mehreren Mechanikern um ihn herum. "Dann muss man diese Mannschaft austauschen. Das bereiten wir gerade vor: Dass wir eine Austauschtruppe haben, die wir zur Strecke bringen können", sagte Tost. Bei Rennen in Europa ist das schnell möglich.

Der Rennstall, der wie Red Bull dem österreichischen Milliardär Dietrich Mateschitz gehört, seinen Sitz aber in Faenza in Italien hat, erarbeitete demnach einen Plan, "auf dem für jeden Techniker und Mechaniker ein Ersatz zu finden ist. Damit wir sicherstellen können, dass das Team an den Start gehen kann."

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Tost überzeugt von Spielberg-Auftakt

Tost geht davon aus, dass die Motorsport-Königsklasse mit zwei sogenannten Geisterrennen ohne Zuschauer an den beiden aufeinanderfolgenden ersten Juli-Wochenenden (5. und 12. Juli) auf dem Red Bull Ring in der Steiermark beginnen wird. "Ich wette um eine Flasche Wein, dass wir in Spielberg fahren", sagte der AlphaTauri-Teamchef voller Überzeugung.

Die ersten zehn Rennen des ursprünglichen Kalenders hatten wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt oder verschoben werden müssen. Die Formel-1-Bosse hoffen dennoch, 15 bis 18 Rennen in diesem Jahr starten zu können. Einen offiziellen neuen Rennkalender gibt es noch nicht. (APA/dpa)


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