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Großfahndung in Weer: Bankomat in die Luft gesprengt und geflüchtet

Nach einem dreisten Coup in Weer fahndet die Polizei nach mindestens zwei Tätern. Die Einbrecher konnten vorerst entkommen.

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Der Bankomat wurde bei der Sprengung zerstört. Die Täter konnten mit dem Inhalt des Geldbehälters vorerst flüchten.
© ZOOM.TIROL

Von Thomas Hörmann

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Weer – Hopfgarten, Nussdorf-Debant, Vomp und jetzt Weer: Nach drei Anschlägen auf Tiroler Bankomaten im vergangenen Sommer flog in der Nacht zum Mittwoch ein weiterer Geldautomat in die Luft. Die Täter konnten vorerst entkommen. Ob ein Zusammenhang zwischen den aufsehenerregenden Einbrüchen besteht, „können wir derzeit noch nicht sagen“, erklärt Katja Tersch, Leiterin des Landeskriminalamtes.

📽 Video | Bankomat in Weer gesprengt

Es war Mittwoch um exakt 2.11 Uhr, als der bei einem Supermarkt neben der Bundesstraße am Ortsrand von Weer aufgestellte Bankomat zur Explosion gebracht wurde. Der Knall war im Dorf deutlich zu hören. So kam es, dass mehrere dadurch aufgeschreckte Anrainer zwei Verdächtige beobachten konnten: „Die dunkel gekleideten Personen sind zu Fuß in unbekannte Richtung geflüchtet“, beschreibt Tersch den Informationsstand. Die Polizei leitete eine Großfahndung ein. Allerdings ohne Erfolg – von den Tätern fehlte zunächst jede Spur. In der Dunkelheit konnten die Zeugen die Flüchtenden nur schemenhaft erkennen. Eine genauere Beschreibung steht daher nicht zur Verfügung.

Die dunkel gekleideten Personen sind zu Fuß in unbekannte Richtung geflüchtet.
Katja Tersch (Landeskriminalamt)

Jetzt versuchen Spezialisten des Landeskriminalamtes, Spuren der Einbrecher sicherzustellen. Der Bankomat wurde durch die Explosion weitgehend zerstört. Dabei ging auch die Auslagenscheibe zu Bruch, die Fassade des Supermarktes wurde beschädigt. Die Täter fanden jedenfalls Zugang zum Geldbehälter im Bankomaten. „Fest steht, dass Geld erbeutet wurde. Die Höhe des Betrags ist aber noch unklar“, so Tersch weiter.

Ebenfalls offen war zunächst, wie der Geldautomat gesprengt wurde. „Wir können noch nicht sagen, ob explosives Gas oder Sprengstoff zum Einsatz kam.“ Der Coup war vermutlich das Werk von Profis.

Katja Tersch
© BAGNG

Stichwort Profis – auch nach den drei Bankomat-Sprengungen im vergangenen Sommer führten die Ermittlungen der Polizei zu Serientätern. Nach dem Plündern eines Geldautomaten im Oktober in Kärnten konnten die Beamten bei der Fahndung drei Rumänen festnehmen. Einer der Verdächtigen gestand schließlich, auch an der Sprengung des Bankomaten in Nussdorf-Debant beteiligt gewesen zu sein. Das war am 8. August. Ob er auch in Vomp und Hopfgarten am Werk war, blieb vorerst unklar. Die weiteren Nachforschungen führten zu einem 40-jährigen Rumänen und einem 48-jährigen Italiener. Die Männer sollen am 14. August 2019 den Bankomaten in Vomp zur Explosion gebracht haben. Der Italiener wurde in seiner Heimat im Raum Venedig festgenommen, der Rumäne tauchte zunächst unter. Nur dem Bankomat-Coup in Hopfgarten konnten zunächst keine Beschuldigten zugeordnet werden. Durchaus möglich, dass die Einbrecher von damals jetzt in Weer am Werk waren. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass die drei Coups vom vergangenen Sommer zusammenhängen.

Die Exekutive bittet um Hinweise an die nächste Polizeidienststelle oder an das Landeskriminalamt unter 059133/703333.

📽 Video | Bankomatsprengung in Weer


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