Gut zu wissen: Diese Regeln gelten im heurigen Badesommer

Pünktlich zum Pfingstwochenende können die Tiroler Bäder in die Sommersaison starten. Der heurige Badesommer wird allerdings begleitet von Mindestabständen, Kartenvorverkäufen und Beschränkungen der Besucherzahlen. Ein Überblick.

Der Sprung ins kühle Nass wird möglich sein – im Wasser soll aber ein Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter gewahrt werden.
© dpa/Gentsch

Innsbruck – Wasserratten und Sonnenanbeter im ganzen Land warten schon sehnlichst auf den kommenden Freitag. Dann nämlich dürfen die Bäder ihre Pforten öffnen – gut einen Monat später als üblich. Betreiber und Badegäste müssen sich jedoch heuer auf einen etwas anderen Badesommer einstellen: Um eine zweite Corona-Welle zu verhindern, hat das Gesundheitsministerium Regeln für den Bäderbetrieb ausgearbeitet. Die „Empfehlungen zur Wiederöffnung von Einrichtungen nach dem Bäderhygienegesetz und der Bäderhygieneverordnung" im Überblick:

REGELUNGEN FÜR FREIBÄDER

🔁 Es gibt eine maximale Anzahl an Badegästen, die sich gleichzeitig im Bad aufhalten dürfen. In Freibädern gelten zehn Quadratmeter Liegefläche pro Person als Bemessungskriterium.

🚪 Vor Ein- und Ausgängen, Kassenbereich und Verkaufsstellen müssen die Betreiber Abstandsmarkierungen in einer Distanz von mindestens einem Meter anbringen.

😷 In Innenräumen (etwa in Sanitäranlagen) gilt eine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht.

🩱 In Sammelumkleiden ist ein Abstand von zumindest einem Meter einzuhalten. Dafür müssen eventuell Kästchen limitiert werden.

🚿 Auch in Duschen gilt ein Mindestabstand von einem Meter.

📃 Informationen für Badegäste sind an gut sichtbaren Stellen in der Badeanlage auszuhängen, um sie über Mindestabstandsregeln, MNS-Verwendung und Händewaschen zu informieren.

📏Vor Rutschen, sonstigen Attraktionen und Sprungtürmen mit Wartezeiten sind am Boden Abstandsmarkierungen mit einem Abstand von mindestens einem Meter anzubringen. Es soll verhindert werden, dass Personen gedrängt am Aufstieg oder auf den Plattformen stehen.

🏊‍♀️ Die Maximalanzahl an Personen, die sich gleichzeitig in einem Becken befinden dürfen, muss ausgeschildert sein – inklusive Hinweis auf die Abstandsregel von ein bis zwei Metern zwischen den Badenden. Die Berechnungsgrundlage beträgt sechs Quadratmeter pro Person.

Zu- und Abgänge sowie die Wegstrecken am Steg und Einstiegsstellen in das Wasser sind freizuhalten.

Zwischen den einzelnen Liegen ist ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten, außer es handelt sich um Personen aus einem gemeinsamen Haushalt. Die Zahl der Liegen muss entsprechend reduziert werden.

🎫 Der Kartenvorverkauf soll möglichst über das Internet oder sonstige Vorverkaufsstellen erfolgen, damit nur möglichst wenige Karten vor Ort gekauft werden müssen.

Empfehlungen zu Abstandsregeln und anderen Vorsichtsmaßnahmen.
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REGELUNGEN FÜR INDOOR-BEREICHE

Auch für den Betrieb von Hallenbädern, Whirlpools sowie Saunaanlagen und Dampfbäder gibt es Auflagen, die sowohl für Hallenbäder, als auch für Hotels und andere Spa-Betreiber gelten:

🔁 Auch in Hallenbädern gelten zehn Quadratmeter der Liegefläche oder sechs Quadratmeter der Wasserfläche als Bemessungskriterium für die maximale Anzahl an Badegästen.

🌡 In Saunakabinen sowie Warmluft- und Dampfbädern muss künftig pro Nutzer eine Fläche von zehn Quadratmetern zur Verfügung stehen und ein Mindestabstand von einem Meter eingehalten werden – außer es handelt sich um Personen aus einem gemeinsamen Haushalt.

👙 Die Maximalanzahl an Personen, die sich gleichzeitig in der Kabine befinden dürfen, ist außen anzubringen.

💧 Von Aufgüssen und Wedeln ist abzusehen, um Tröpfchen und Atem-Aerosole nicht zusätzlich zu verbreiten. Die Badegäste sind darauf hinzuweisen.

🌀 In Whirlpools ist ebenfalls ein Mindestabstand von einem Meter einzuhalten.

🌬 Die Betreiber haben bei sämtlichen Becken und Whirlpools in Innenräumen, bei Saunaanlagen, Warmluft- und Dampfbädern auf eine wirksame Lüftung zu achten. (TT.com)


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