Kitz-Turnierdirektor Antonitsch: „Es will jeder spielen – ob Zuschauer oder nicht"

Die Kitzbüheler Tennis-Veranstalter haben Hoffnung zur obersten Prämisse erhoben. Für ÖTV-Superstar Dominic Thiem startet die Saison derweil am 25. Mai.

Kitz-Veranstalter Alexander Antonitsch (r./mit Barbara Schett-Eagle) hofft auf ein Turnier im September – wenn auch ohne Zuschauer.
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Von Florian Madl

Innsbruck, Kitzbühel – Das mit 151.750 Euro dotierte Einladungsturnier Generali Austrian Pro Series eröffnet für Österreichs Tennisprofis am 25. Mai die Saison. Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem, die aktuelle Nummer 3 im ATP-Ranking, trifft auf David Pichler (ATP-479.). Der Lichtenwörther spielt auch an den darauffolgenden drei Tagen im Bundesleistungszentrum Südstadt Gruppenmatches (u. a. am 27. Mai auf den Tiroler Sandro Kopp/jeweils live auf ServusTV).

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Das Turnier findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, auch Journalisten werden nicht zugelassen. Die Damen mit Barbara Haas und u. a. dem Comeback von Tamira Paszek beginnen ihr Turnier erst am 10. Juni. Doch trotz dieses Lichtblicks müssen sich die Kitzbühel-Veranstalter mit ihrem für 25. Juli angesetzten Sandplatz-Klassiker gedulden. Und selbst wenn das Generali Open im September ohne Zuschauer stattfinden sollte, kündigt sich ein blaues Auge an, ein Minus also. Zur Höhe wollte sich Veranstalter Herbert Günther aber nicht äußern: „Die ATP überlegt sich eine Reduktion von Markting-Beiträgen und Gebühren, auch die Unterstützung der öffentlichen Hand bleibt abzuwarten. Es wäre unseriös, eine Einschätzung zu treffen.“ Man sei positiv gestimmt, zumal eine „extrem treue Sponsorenstruktur“ zur Seite stehen würde. Die Mitarbeiter und die Lizenzbeiträge habe man jedenfalls bereits bezahlt.

Der für den Sportbereich verantwortliche Alexander Antonitsch glaubt an den unbedingten Willen der Spieler, endlich wieder auf den Platz zu gehen: „Es will jeder spielen. Ob Zuschauer oder nicht – darüber zu diskutieren ist müßig, wenn man sieht, was sich in der Welt abspielt.“

Dass der Fußball bereits wieder auf höchstem Niveau gespielt werde, könne nicht mit dem Profi-Tennis verglichen werden. Antonitsch: „Bei uns stehen Reisen an der Tagesordnung und jedes Land hat andere Regeln.“ Immerhin wäre man im Breitensport einer der Ersten gewesen, die eine Zulassung erhalten hätten.


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