Lokale Krahvogel, Elferhaus und Goldenes Dachl pleite: Neuübernahme steht fest

Die Corona-Krise ging auch an Innsbrucker Lokalen nicht spurlos vorbei. Die PLUS-Gastronomie GmbH erwartet ein Konkursverfahren – betroffen sind 42 Mitarbeiter. Die Neuübernahme ist bereits unter Dach und Fach. Die Betriebe sollen in „absehbarer Zeit" wiedereröffnen.

Die Innsbrucker Altstadt.
© Michael Kristen

Innsbruck – Die bekannten Innsbrucker Lokale Krahvogel, Elferhaus und Goldenes Dachl stehen offenbar vor dem Aus. Betrieben wurden die Restaurants und Bars von der PLUS-Gastronomie GmbH, die laut Gläubigerschutzverband KSV1870 kurz vor einem Konkursverfahren am Landesgericht Innsbruck steht. Davon betroffen sind 42 Dienstnehmer. Verantwortlich dafür sei die Corona-Krise.

Familie Cammerlander übernimmt

Die Neuübernahme der Lokale steht bereits fest. Die Gastronom GmbH & Co. KG der Familie Cammerlander übernimmt als ursprüngliche Hauptpächterin von der Unterpächterin PLUS-Gastronomie GmbH Krahvogel, Elferhaus und Goldenes Dachl wieder zurück. Das Krahvogel soll bereits „in wenigen Wochen" wieder öffnen, hieß es. Auch für die anderen beiden Lokale sei eine Neueröffnung „in absehbarer Zeit" zu erwarten.

Die Betreiber hatten „angesichts der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Situation und mit dem Blick auf die großräumige Baustelle in der Innsbrucker Altstadt" wenig Zuversicht auf wirtschaftlichen Erfolg. Nun arbeite man „an neuen Konzepten für die Wiedereröffnung".

Rund 180.000 Euro Verbindlichkeiten

Die Schuldnerin PLUS-Gastronomie GmbH betrieb die Lokale Krahvogel, Elferhaus und Goldenes Dachl als Pächterin. Schuld an der Situation sei die Corona-Krise, hieß es seitens des Unternehmens. In den vergangenen Wochen habe es deswegen keine Einnahmen gegeben. Obwohl sich die Geschäftsleitung etwa mit Mitteln wie Kurzarbeit bemühte, seien die Kosten „zum überwiegenden Teil weitergelaufen" und hätten die Insolvenzvoraussetzungen geschaffen.

Wie aus dem Insolvenzeröffnungsantrag hervorging, betrugen die Verbindlichkeiten rund 180.000 Euro. Bereits vor der Krise habe sich die Schuldnerin aber „in einer wirtschaftlich angespannten Situation" befunden. (TT.com, APA)


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