Karstadt-Kaufhof: Insolvenzverwalter will Zugeständnisse von Benko

Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz und Frank Kebekus sind sich sicher, dass die Karstadt-Kaufhof-Kette zu retten ist. Allerdings braucht es dafür Zugeständnisse: auch von Eigentümer René Benko.

(Symbolfoto)
© APA/dpa/Oliver Berg

Wien/Essen – Zumindest ein Drittel der 172 Filialen der Karstadt-Kaufhof-Kette muss schließen. Bei einem Dutzend Wackelkandidaten wird die Fortführung von Zugeständnissen der Vermieter und anderer Beteiligten, darunter auch des Karstadt-Kaufhof-Eigentümers René Benko abhängen, sagten die Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz und Frank Kebekus der "Wirtschaftswoche".

Die Filialen von Benkos Immobiliengruppe Signa seien von Schließungen allerdings "sicher unterdurchschnittlich betroffen, weil Signa tendenziell eher die besseren Objekte besitzt, also solche, die sich rechnen", so Kebekus. Dennoch werde mit Benko über Sanierungsbeiträge gesprochen, entweder durch Senkung von Mieten oder Einführung von Cash, "denn Liquidität ist das, was wir aktuell dringend brauchen", sagte Geiwitz. Ein nochmaliger Verkauf des Warenhauskonzerns zeichne sich hingegen nicht ab. Benko bleibe derzeit "der einzige, der die Bereitschaft signalisiert hat, viel Geld in die Sanierung von Karstadt-Kaufhof zu stecken."

Bis Ende Juni soll ein detaillierter Sanierungs- und dann Insolvenzplan stehen. "Trotz aller Probleme ist der Warenhauskonzern zu retten, wenn auch nicht unbedingt in seiner heutigen Form", sagte Geiwitz. (APA)

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