Schwazer Forscher ist den Braumeistern der Steinzeit auf der Spur

Ein Forschungsteam rund um den Schwazer Archäobotaniker Andreas Heiss fand die bisher ältesten Hinweise auf gemälztes Getreide in Europa. Erkenntnisse über verkohlte Brocken, „sprechende Wände“ und die hohe Kunst des Bierbrauens.

Neuer Blick auf alte Funde: Der 42-jährige Archäobotaniker Andreas Heiss will aus alten Funden neue Erkenntnisse über das Leben vor Tausenden Jahren gewinnen. Unter dem Mikroskop wird die Struktur von verkohlten Speiseresten analysiert.
© ÖAW-ÖAI/Niki Gail

Von Jasmine Hrdina

Für die meisten ist es ein Stück Dreck. Wenn aber Andreas Heiss die verkohlten Speisereste in den Händen hält, erwachen in seinem Kopfkino Szenen aus längst vergangenen Zeiten zum Leben: Da schmeißt Kaiser Sigismund ausgelassene Siegesfeste, in steinzeitlichen Höhlen spielen sich erste Familiendramen ab. Der in Wien lebende Archäobotaniker mit Schwazer Wurzeln schreibt nicht nur die „Biografien“ altertümlicher Fundstücke, er und sein Team sorgten kürzlich für einen Forschungs-Durchbruch: Wie lange brauen Menschen schon Bier? Das Thema sollte man genauer unter die Lupe nehmen.

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