Bob-Team startet auf der Terrasse der Olympiaworld neu durch

Das Boblager präsentierte in Innsbruck eine neue Startanlage. Man will nicht nur an der Spitze zulegen, sondern auch in die Breite wachsen.

Demonstrierte auf der Terrasse der Olympiaworld an der neuen Startanlage seine Muskelkraft – Benni Maier.
© Gruber, gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck – Auf der Terrasse der Olympiaworld klärte am Samstag zunächst Christian Auer, Sportdirektor des Österreichischen Bob-und Skeletonverbandes, auf, dass man für die Investition eines „hohen fünfstelligen Betrags“ in die neue ca. 70 Meter lange Startanlage sehr dankbar sei. Die ca. 30-köpfige Bobriege aus Weltcup- und Nachwuchskräften studierte da nach den Leistungstests am Vortag in der Wupp-Halle beim ersten Come-Together nach der Corona-Pause im Landessportcenter noch das Athletenhandbuch.

Auer sowie Bob-Cheftrainer Wolfgang Stampfer erklärten, dass man mit der neuen Startanlage auf Ö-Tour gehen will, um sprintstarke Damen und Herren zu aquirieren, die sonst niemals in den Kontakt mit Bobsport kommen würden. Vielleicht lässt sich daraus sogar ein Contest machen, dessen Finale beispielsweise beim „Tag des Sports“ in Wien steigen könnte. Zukunftsmusik, aber ein wertvoller Impuls, dem man jetzt folgen will.

Für die Weltspitze braucht's PS in den Beinen

Ansonsten klärte Stampfer über Kaderregeln auf, untermauerte, dass die Besetzungen vor allem auch an den Leistungstests Ende September/Anfang Oktober hängen. Da gibt es, insbesondere beim Kampf um die (Welt-)Spitze, dann keine Zeit mehr zu verlieren. „Ohne Startzeit keine Endzeit. Und je leichter die Bahn, desto wichtiger die Startzeit“, führte Stampfer aus eigener Weltcup-Erfahrung aus, dass man einfach die nötigen PS beim Anschieben in den Beinen braucht.

Auf wissenschaftlicher Ebene wünscht sich der Cheftrainer ein technisches Equipment, mit dem sich die Einzelschubleistung messen lässt – seinen Blick richtet er dabei mehrmals in Richtung der Schweiz, die auf staatliche Förderungen baut, die im eigenen Land umgesetzt werden müssen. Einstweilen können Athleten wie Benjamin Maier, Markus Treichl, Katrin Beierl und Co. am Dach der Olympiaworld Gas geben.

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