WSG-Coach Silberberger: „Wer mit Druck nicht umgehen kann, steigt ab“

WSG-Tirol-Cheftrainer Thomas Silberberger ist vor dem Wiederanpfiff in der Bundesliga felsenfest vom Klassenerhalt überzeugt. Auch der Ausfall zweier Schlüsselspieler ändert daran nichts.

Thomas Silberberger will die WSG zum Klassenerhalt führen.
© EXPA/PETER RINDERER

Wattens – Nach dem Pfingstwochenende und zehn Wochen Pause hat die WSG Tirol am Dienstag (18.30 Uhr/live TT.com) im Tivoli in der Quali-Runde Schlusslicht St. Pölten zu Gast. Zehn Runden entscheiden im Abstiegskampf. Die TT fragte bei Coach Silberberger nach.

Wie ist die aktuelle Lage zwei Tage vor Wiederanpfiff?

Silberberger: Wir freuen uns und sind heiß auf den Start. Wir sind immer davon ausgegangen, die Klasse am Rasen zu halten. Es ist dieselbe Situation wie vor Corona, nur ohne Zuschauer.

Wie schwer wiegen die wochenlangen Ausfälle der Schlüsselkräfte Lukas Grgic (Blinddarm-OP) und Ione Cabrera (Muskel)?

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Silberberger: Ich gehe davon aus, dass beide mindestens vier bis fünf Partien fehlen werden. Wir werden sie ersetzen – fertig! Ich jammere da nie. Das bringt nichts. Wir haben einen tollen kompakten Kader. Es werden im Zuge dieses straffen Programms noch mehrere Spieler ausfallen.

Schon mit Gegnern beschäftigt?

Silberberger: Wir sind aktuell gerade beim Analysieren. St. Pölten ist durch einen neuen Trainer (Robert Ibertsberger, Anm.) die große Unbekannte in der Quali-Runde. Aber ich habe einmal mehr unterstrichen, dass wir auf uns selbst schauen müssen.

Auf was wird’s in den zehn „Endspielen“ ankommen?

Silberberger: Man muss die Trainingseindrücke walten lassen. Physisch werden sich die Teams auf einem ähnlichen Niveau begegnen. Die fünf Wechsel sind sehr wichtig und die wird jeder benötigen. Man kann nur von Spieltag zu Spieltag schauen.

📆 Die Spieltermine der WSG Tirol in der Qualifikationsrunde:

Und aus mentaler Sicht: Es heißt ja „Gewonnen und verloren wird zwischen den Ohren“?

Silberberger: Absteigen wird die Mannschaft, die mit dem Druck nicht umgehen kann. Druck lähmt die Beine. Ich glaube, da ist Routine bei uns ein großes Plus und wir haben mit sechs Siegen in Serie in Liga zwei den Aufstieg gelöst, weil wir immer davon überzeugt waren. Außerdem stimmen mich die vier Auftritte im Frühjahr positiv.

Ein guter Start ist wie immer wichtig?

Silberberger: Wenn wir gegen St. Pölten und Altach viel holen, können wir nach vorne schauen. Läuft’s anders, weiß auch jeder, was kommt. Es wird sich jeden Tag etwas ändern. Es geht jetzt um einen Dreier gegen 
St. Pölten. Davon bin ich überzeugt.

Das Gespräch führte Alex Gruber

Die aktuelle Tabelle vor dem Neustart am Dienstag:


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