11,5 Prozent in Österreich ohne Job, plus 111 Prozent Arbeitslose in Tirol

Die Arbeitslosenquote in Österreich belief sich im Mai auf 11,5 Prozent. Am stärksten war der Zuwachs in Tirol mit plus 111 Prozent auf 41.000 Betroffene. Die Auszahlung der Kurzarbeits-Gelder nimmt Fahrt auf.

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Elfriede Schinnerl • 03.06.2020 12:28
Ja, nun haben wir das logische Ergebnis der getroffenen Maßnahmen. Wir haben zwar Menschenleben gerettet und es ist müßig, darüber zu diskutieren, welchen Wert ein derartiges hat, jedes Leben hat einer zivilisierten Geselschaft gleich viel wert zu sein. Es sind auch nicht die anfangs gesetzten Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie zu kritisieren, denn niemand wusste mangels vorhandener Erfahrungswerte, wie man dagegen am wirksamsten vorgehen sollte. Sehr wohl aber ist zu hinterfragen, ob die von der Regierung angeordneten Einschränkungen nicht schneller aufgehoben hätten werden können. Die österreichische Bevölkerung ist clever und verantwortungsbewusst genug, um selber entscheiden zu können, welche Vorsichtsmaßnahmen sie zu ihrer und anderer Sicherheit befolgen und treffen wird und bedarf sicherlich nicht einer dauernden Bevormundung und Gängelung seitens der Regierung. Durch ein schnellers Aufheben aller getroffenen Maßnahmen hätten viele Arbeitsplätze gerettet oder wiederhergestellt werden können und es wäre viel Leid unter den Betroffenen vermieden worden. Unserer Regierung wäre jetzt dringend anzuraten, dass jenen, die durch die Coronakrise wegen Verlustes ihrer Einkommensmöglichkeiten in Schwierigkeiten geraten sind, ohne hemmende Bürokratie und schnell mittels unser aller abgelieferten Steuergelder geholfen wird. Und zudem ist anzudenken, ob wir in Zukunft nicht doch andere Prioritäten setzen sollten, denn es kann ja nicht sein, dass ausschließlich die Kapitalisierung und die Gier einer wenigen nach immer mehr Reichtum auf Kosten jener, die das hinnehmen müssen, das Ziel unserer Gesellschaft ist. Der Mensch hat immer noch Vorrang vor dem Kapital und das letzte Hemd hat bekanntlich sowies für niemanden eine Tasche.
Wolfgang Meister • 03.06.2020 07:21
Hmm… wäre nun nicht der richtige Zeitpunkt über Arbeitszeitverkürzungen nachzudenken? Dieses riesige Heer an Arbeitslosen könnte man dann leichter in Beschäftigung bringen, da dann der Bedarf an Arbeit ev. steigt. Ob der Staat nun Arbeitslose zahlt oder den Betrieben (oder den Beschäftigten) den Ausfall von ev. 10 Wochenstunden müsste ja egal sein oder nicht? Oder ist es besser immer weniger Menschen einen Job zu bieten und die anderen voll durchzufüttern? Das sollte mal wirklich durchdiskutiert werden, da gibt es viele tolle Modelle.
Wolfgang Meister • 03.06.2020 07:23
Es ist auch klar, dass nicht alle Jobs verkürzt werden können, aber ganz ehrlich, den Menschen ist es heute wichtiger mehr Zeit zu haben, als wie seine Lebenszeit für ein bisschen mehr Gehalt zu "opfern"(natürlich nicht für alle) und das hat nichts mit Faulheit zu tun, sondern mit dem Wandel der Zeit, die Prioritäten haben sich ganz einfach verschoben.
Wolfgang Meister • 03.06.2020 07:25
Man braucht nur mit seinen Mitmenschen/Arbeistkollegen zu reden, dann ergibt sich die Antwort von selbst und das ist in allen Branchen so.
Klaus Duschek • 02.06.2020 17:16
Das ist jetzt - VORSICHT SARKASMUS - aber wieder total überraschend, wo man doch nur grob die halbe unselbständig beschäftigte Bevölkerung in Kurzarbeit bzw. Arbeitslosigkeit geschickt hat. Aber die Überraschung wird wohl die gleichen Ursachen haben, wie die "geringe" Unschärfe der ursprünglich als achtes Weltwunder vorgestellten 400 Millionen für die Kurzarbeitsunterstützung. Es war von den "Experten" der Regierung zu viel verlangt, abzuschätzen, wie groß die Unterstützung wohl wird sein müssen - dabei hätte es jeder Volksschüler berechnen können: Grob eine Million in Kurzarbeit, Kosten pro Kopf im Schnitt rund EUR 2.500,00 pro Dienstnehmer (da Nettoersatz samt allen Lohnnebenkosten) macht nach Adam Riese mindestens 2,5 Milliarden Euro pro Monat (!) - die Rechnung folgt also dem Schema 1 kg Äpfel kostet 3,00 Euro, wieviel kosten 100 kg Äpfel. Das lag aber schon deutlich jenseits der Möglichkeiten von Frau Mei-Pochtler - von einer Unternehmensberaterin von (angeblich) Weltruf sollte man sich also lieber nicht zuviel erwarten. Aber dass irgendjemand in diesem laut Kurz hochkarätigen Team die vier Grundrechenarten beherrscht, wäre vielleicht ganz hilfreich gewesen. So nebenbei hätte man dann vielleicht auch besser abschätzen können, was uns die „Rettung“ einer kleinen Risikogruppe als Gesamtwirtschaft kostet und ob man diese Kosten gegenüber dem Rest der Bevölkerung auch nur ansatzweise rechtfertigen kann – dies vor allem vor der Erfahrung, die vermutlich jeder von uns schon einmal bei der Gebietskrankenkasse machte, wenn er/sie eine Behandlung/Medikament bewilligen lassen musste und dieses Begehren über vielleicht 200,00 Euro abgelehnt wurde. Jetzt kostete uns die Rettung (bei mehrfach moribunden (=Todgeweihten) um ein paar Monate) die „Kleinigkeit“ von mehreren Millionen Euro – je Fall! Das richtig zu beurteilen und abzuschätzen hätte aber einen Blick über den Tellerrand hinaus erfordert und dafür war/ist die Regierung zu kurz.
Peter Witting • 02.06.2020 12:43
Mehr als 500.000 Arbeitslose, 1.3 Millionen in Kurzarbeit, Millardenhilfe für Betriebe, Arbeitnehmen schauen hingegen durch die Finger. Danke ÖVP! Danke Basti!

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