Clubchef Gruber verteidigte LASK-Einspruch gegen Punkteabzug

Die Forderung, als Schuldiger auf einen Einspruch zu verzichten, konnte das LASK-Oberhaupt nicht nachvollziehen. Auch für seinen Verein würden noch rechtsstaatliche Prinzipien gelten.

LASK-Präsident Siegmund Gruber.
© HELMUT FOHRINGER

Linz – LASK-Präsident Siegmund Gruber hat am Dienstag gerechtfertigt, dass sein Club nach dem Punkteabzug durch den Senat 1 der Fußball-Bundesliga wegen des verbotenen Mannschaftstrainings das Protestkomitee anrufen wird. Wird der Instanzenzug zur Gänze ausgeschöpft, könnte eine Meisterentscheidung dadurch unter Umständen erst nach Saisonende fallen.

Die Forderung, als Schuldiger daher auf einen Einspruch zu verzichten, konnte Gruber nicht nachvollziehen. "Hierzu möchte ich schon festhalten, dass rechtsstaatliche Prinzipien auch für den LASK gelten", sagte der Clubchef in einer Pressekonferenz. Vorerst habe man in erster Linie das Protestkomitee im Sinn. "Wir hoffen hier, dass wir gehört werden in einer Form, die für uns akzeptabel ist."

Punkte vor dem Vergehen schon erspielt

Mit dem Urteil des Senat 1, der dem LASK vergangenen Donnerstag sechs Punkte abgezogen hat, waren die Linzer nicht zufrieden. "Ich bin generell der Meinung, dass man nicht in die laufende Saison sportlich eingreifen sollte", erklärte Gruber. "Die Punkte, die wir gehabt haben, haben wir uns davor erspielt gehabt."

Zudem sei das Mannschaftstraining in einer Phase, in der wegen der Anti-Corona-Maßnahmen eigentlich nur Kleingruppentraining erlaubt war, nicht durchgeführt worden, um einen sportlichen Vorteil daraus zu ziehen, wiederholte Gruber die Argumentation des Clubs von Mitte Mai, als die Causa aufgeflogen war. Man wollte die Mannschaft medizinisch schützen - auch vor Verletzungen. "Das war der Animo." (APA)

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