Gardasee wartet sehnsüchtig auf Touristen: Keine Masken am Strand

Die Tourismus-Saison am Gardasee ist heuer schon zur Hälfte ins Wasser gefallen. Alle Hoffnungen ruhen auf dem 15. Juni, wo zumindest für Deutsche wieder eine Reise nach Italien möglich wird.

In den Regionen um den Gardasee gab es kaum Infektionsfälle mit dem Coronavirus.
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Limone sul Garda – Der Tourismusbetrieb am Gardasee in Italien hofft in diesem Jahr trotz Corona auf zahlreiche Urlauber. „Die Besucher können sich hier absolut sicher fühlen. Wir hatten hier nur einen einzigen Corona-Fall“, sagte der Bürgermeister der Kommune Limone sul Garda, Antonio Martinelli, der Deutschen Presse-Agentur. „Unser Ort ist immun.“

Hotels, Attraktionen und Fähren würden nun nach und nach den Betrieb aufnehmen. Urlauber müssten auch nicht mit Atemschutzmasken am Strand liegen oder im Restaurant sitzen, dafür gelte aber auch beim Urlauben ein Sicherheitsabstand. Limone sul Garda ist vor allem bei ausländischen Touristen beliebt, etwa 70 Prozent kämen aus Deutschland, sagte Martinelli. Letztes Jahr habe der kleine Ort insgesamt 1,3 Millionen Übernachtungen gezählt – mehr habe in der Region Lombardei nur die Metropole Mailand. „Wir wollen eine Botschaft an unsere geliebten Freunde senden, dass wir sie sehnsuchtsvoll erwarten.“

Saison ins Wasser gefallen

Die Saison geht üblicherweise von März bis Oktober, bis jetzt sei sie wegen Corona komplett ins Wasser gefallen, sagt Martinelli. „Wir hoffen aber, nun wieder etwas reinzuholen.“

„Die Lage ist ruhig, hier gibt – und gab – es nie einen Notstand“, erklärt der Präsident des Touristenkonsortiums Lago di Garda Veneto, Paolo Artelio. Alle Hoffnungen ruhen nun auf dem 15. Juni, wenn die Deutschen wieder ohne Reisewarnung nach Italien fahren können. (dpa, TT.com)


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