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33 Biker verstießen im Außerfern gegen die Motorrad-Fahrverbote

Seit 10. Juni gelten auf vier Straßenabschnitten im Außerfern Fahrverbote für laute Motorräder. Die Polizei kontrollierte am verlängerten Wochenende insgesamt 1376 Bikes.

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Motorräder mit einem Nahfeldpegel von mehr als 95 dB sind auf vier Straßenabschnitten im Außerfern tabu.
© ZOOM.TIROL

Reutte – Nach fünf Tagen Fahrverbot für laute Motorräder im Außerfern haben das Land und die Tiroler Polizei am Montag eine erste Bilanz gezogen. Seit vergangenem Mittwoch gelten auf fünf Straßenabschnitten Fahrverbote für Motorräder mit einem Nahfeldpegel von mehr als 95 dB. Vier Tage lang wurde dies nun kontrolliert.

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Die Bezirkspolizeikommanden Reutte und Imst sowie die Landesverkehrsabteilung führten am verlängerten Wochenende stichprobenartig, zum Teil aber auch schwerpunktmäßig insgesamt 1376 Überprüfungen an Motorrädern durch, berichtet das Land in einer Aussendung. Davon seien insgesamt 33 über dem erlaubten Wert gelegen, so LHStv. Ingrid Felipe (Grüne). Von zusätzlich 35 verdächtigen Motorrädern, die mit einem geeichten Lärmmessgerät überprüft wurden, seien zwei Maschinen im Vergleich zu den in den Fahrzeugpapieren angegebenen Werten zu laut gewesen.

Mäßig starker Motorradverkehr am Fronleichnamswochenende

„Der Motorradverkehr am Fronleichnamswochenende war im Bezirk Reutte nur mäßig stark,“ erklärte Markus Widmann, Leiter der Landesverkehrsabteilung und ergänzte, dass „bis auf wenige Ausnahmen die überprüften Motorradlenker von der neuen Verordnung umfassend Kenntnis hatten“. Aus den Gesprächen mit den Motorradlenkern schloss die Behörde, dass Besitzer von Motorrädern mit mehr als 95 dB aufgrund der zu erwartenden Kontrollen durch die Polizei eine Fahrt auf den betroffenen Strecken erst gar nicht „riskiert“ hätten.

Das in Österreich erstmalig in dieser Form erlassene Fahrverbot gilt auf der gesamten Hahntennjoch-, der Bschlaber-, der Lechtaler-, der Berwang-Namloser und der Tannheimerstraße für alle einspurigen Kraftfahrzeuge mit einem Nahfeldpegel von mehr als 95 dB. Die Maßnahme soll eine spürbare Lärmentlastung für die Anrainer bieten und den sensiblen Naturraum vor übergebührlichem Lärm schützen. „Neben den regelmäßigen Kontrollen durch die Polizei werden die gesetzten Maßnahmen über den gesamten Geltungszeitraum auch gutachterlich begleitet. Aus diesen Erkenntnissen werden wir nach der Motorradsaison das weitere Vorgehen ableiten“, erklärte Felipe. (TT.com)


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