Franz Ruf als Generaldirektor für öffentliche Sicherheit präsentiert

Der langjährige Salzburger Landespolizeidirektor Franz Ruf ist neuer designierter Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit. Eine Ernennung von Peter Goldgruber für den Posten, vom damaligen Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) kurz vor seinem Abgang und dem Publikwerden des Ibiza-Videos veranlasst, war im Mai vergangenen Jahres von Bundespräsident Alexander Van der Bellen verweigert worden.

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) und Salzburgs Landespolizeidirektion Franz Ruf.
© FRITZ NEUMÜLLER

Wien – Der vakante Posten des Generaldirektors für die Öffentliche Sicherheit (GDföS) wird zukünftig vom Salzburger Landespolizeidirektor Franz Ruf besetzt. Erst im Februar bestimmte Innenminister Karl Nehmanner (ÖVP) Ruf zum Projektleiter für die Reform des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), nun wurde der 51-Jährige bei der Nachbesetzung dieses Führungsjobs auserwählt.

📽 Video | Franz Ruf als neuer Generaldirektor für öffentliche Sicherheit

Franz Ruf begann seine Laufbahn bei der österreichischen Exekutive Ende 1989 mit dem Eintritt in die Bundesgendarmerie, nebenbei schloss er 2000 ein mit einer Berechtigungsprüfung begonnenes Studium der Rechtswissenschaften ab, die Promotion erfolgte ein Jahr darauf. Von 2008 bis 2012 war Ruf Mitglied des Menschenrechtsbeirates, in der Berufungskommission des Bundeskanzleramtes war er dies ab 2009.

Weitere berufliche Meriten holte sich der Salzburger durch die Mitarbeit in der Projektgruppe "Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl" zudem war er Mitglied des Kernteams für das Reformprojekt "Landespolizeidirektion". Im September 2012 wurde er dann Salzburger Landespolizeidirektor (LPD), in einem Interview auf der Internetpräsenz der LPD nannte er damals "Einbruchs- und Gewaltkriminalität, Cybercrime, Extremismus und illegale Migration" als langfristige Trends, auf die es zu reagieren gelte.

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Mit Ruf folgt ein Salzburger einer Salzburgerin ins Innenministerium (BMI) am Minoritenplatz nach. Seit 1. April 2019 übernahm Reinhard Schnakl, seit 2017 Leiter der Gruppe II/A (Organisation, Dienstbetrieb und Einsatz) im BMI, das Amt nach dem Abgang von Michaela Kardeis nur interimsmäßig. Sie verließ den Posten, um in das Verbindungsbüro in den USA zu wechseln, was im Herbst vergangenen Jahres dann auch erfolgt ist. Schnakl wiederum vertrat den Direktor des Bundeskriminalamts (BK) und offiziellen Stellvertreter der Generaldirektorin, Franz Lang, da dieser in einen geplanten Krankenstand ging.

📽 Video | Präsentation des Generaldirektors für öffentliche Sicherheit

Der Generaldirektor ist der Chef der Sektion II des BMI. Mit dem 1968 in der Salzburger Marktgemeinde Tamsweg geborenen Ruf wird es der fünfte "oberste Polizist des Landes" in diesem Jahrtausend. Eine Ernennung von Peter Goldgruber, vom damaligen Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) kurz vor seinem Abgang und dem Publikwerden des Ibiza-Videos veranlasst, wurde im Mai vergangenen Jahres von Bundespräsident Alexander Van der Bellen verweigert. Mit der Bestellung von Franz Ruf wurde die wichtige Nachbesetzung dieses Führungspostens nun endgültig geklärt. (APA)


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