Feuerwehr im Dauereinsatz: Mehr als 6000 Waldbrände in Russland

In den vergangenen Wochen sind vor allem im Süden Sibiriens, am Baikalsee, im Osten und Westen Russlands mehr als 9900 Quadratkilometer Wald abgebrannt. 60 Prozent der Brände sollen durch Unachtsamkeit verursacht worden sein.

Archivfoto.
© EKATERINA ANISIMOVA

Moskau – In den Wäldern Russlands weiten sich die Feuer aus. In den vergangenen Wochen habe es bereits mehr als 6000 Waldbrände gegeben, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Samstag in Moskau mit. Dabei seien schon mehr als 9900 Quadratkilometer abgebrannt – eine Fläche, die mehr als zehnmal so groß ist wie die deutsche Ostsee-Insel Rügen. Betroffen ist demnach vor allem der Süden Sibiriens, Gebiete am Baikalsee, der äußerste Osten und Westen des Landes. Den Behörden zufolge gab es bislang keine Toten. Auch Häuser seien nicht zerstört worden.

Dem Umweltministerium zufolge sind rund 60 Prozent der Brände entstanden, weil Menschen unachtsam mit Feuer umgegangen sind. Lagerfeuer sind in Russland beliebt. Sie geraten jedes Jahr außer Kontrolle. In ländlichen Regionen wird im Frühjahr oft auch trockenes Gras angezündet. Auch entstehen dabei größere Brände.

Nach Angaben der Forstverwaltung sind derzeit mehr als 1000 Feuerwehrleute im flächenmäßig größten Land der Erde im Einsatz. Sie werden von 30 Flugzeugen unterstützt, die von der Luft aus löschen. Es gebe viele Feuer in schwer zugänglichen Gebieten, in denen die Einsatzkräfte nur schwer oder gar nicht vordringen könnten, hieß es.

Im vergangenen Jahr fielen nach Schätzungen der Naturschützer von Greenpeace 150.000 Quadratkilometer den Flammen zum Opfer, eine Fläche mehr als doppelt so groß wie Bayern. Wochenlang litten Menschen unter giftigem Rauch. (dpa)

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