Ermittlungen nach Snapchat-Video: Waffe und Drogen in Breitenbach gefunden

Ein 20-Jähriger zielte in einem Snapchat-Video mit einer Waffe auf Polizisten und deutete Schussgeräusche an. Nun bekam er Besuch von den Beamten.

Symbolfoto.
© AFP

Breitenbach – Dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist, musste nun ein 20-jähriger Breitenbacher am eigenen Leib erfahren. Der junge Mann teilte Anfang Juni ein Video in der App "Snapchat". Darin zu sehen war er selbst, wie er von seinem Balkon mit einer Faustfeuerwaffe auf zwei Polizeibeamte zielt und Schussgeräusche andeutet. Da das Video öffentlich zugänglich war, bekam kurz darauf auch die Exekutive selbst Wind davon. Aufgrund des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz wurde über die Staatsanwaltschaft Innsbruck eine Hausdurchsuchung mit richterlicher Bewilligung eingeholt.

Am Montag fuhren Beamte der Kramsacher und Wörgler Polizei dann zur Adresse des Beschuldigten und durchsuchten dessen Wohnung. Die Polizisten fanden die im Video verwendete Faustfeuerwaffe. Wie sich herausstellte, handelt es sich dabei um eine CO2-Airsoft-Pistole. Auch eine geringe Menge Drogen und dazu gehörige Utensilien wurden gefunden.

Gegen den 20-Jährigen wurde nun ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Außerdem wird er nach Abschluss der Ermittlungen wegen des Verdachts der Übertretung nach dem Suchtmittelgesetz angezeigt. (TT.com)

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