Schweres Erdbeben erschütterte Süden Mexikos: Mindestens ein Toter

Wegen des Erdbebens stehen Menschen in Mexiko Stadt auf der Straße.
© ALFREDO ESTRELLA

Oaxaca – Ein Erdbeben der Stärke 7,5 hat am Dienstag den Süden Mexikos erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag nach Angaben des Nationalen Seismologischen Instituts in der Stadt Crucecita im Bundesstaat Oaxaca. Die Zahl der registrierten Todesopfer stieg mittlerweile auf vier, wie die nationale Zivilschutzagentur mitteilte. Zuvor hatte der Gouverneur von Oaxaca von einem Toten gesprochen.

Aus der Region wurden leichte Schäden an Gebäuden gemeldet. Auf Fotos war zu sehen, dass in der Provinzhauptstadt Oaxaca de Juarez Steine von Dächern und Häuserfassaden abgebrochen und Mauern eingestürzt waren. Zudem fiel der Strom aus.

Erdstoß auch in Hauptstadt spürbar

Auch in Mexiko-Stadt – rund 750 Kilometer vom Zentrum des Bebens entfernt – war der Erdstoß zu spüren. Zahlreiche Menschen verließen ihre Häuser und brachten sich in Sicherheit. Es wurden Risse in Fassaden und zerbrochene Fensterscheiben gemeldet. Ein Krankenhaus wurde evakuiert.

Auch in den Bundesstaaten Guerrero, Veracruz, Puebla und Chiapas war das Beben zu spüren. Präsident Andres Manuel Lopez Obrador rief die Bevölkerung dazu auf, Ruhe zu bewahren und sich auf mögliche Nachbeben einzustellen. Der seismologische Dienst meldete insgesamt 147 Nachbeben mit einer Stärke von bis zu 4,6. Die US-Behörden sprachen eine Tsunami-Warnung für die Küste von Mexiko aus.

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Westküste liegt am Pazifischen Feuerring

In Mexiko ereignen sich immer wieder heftige Beben. Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine seismische Aktivität bekannt ist.

Beim bisher letzten starken Beben in Mexiko im September 2017 kamen 369 Menschen ums Leben. Das Unglück ereignete sich genau 32 Jahre nach dem stärksten Beben der jüngeren Geschichte, als 1985 in Mexiko-Stadt mindestens 10.000 Menschen starben. (APA, dpa)


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