Über 50 Stunden Formel 1: ORF mit Spielberg-Mega-Programm

Über die Zukunft der Motorsport-Königsklasse im ORF über 2020 hinaus wird aktuell verhandelt. Eine Entscheidung soll in den kommenden Wochen fallen. Beim Saisonauftakt in Spielberg kommen die Formel-1-Fans voll auf ihre Kosten.

Auch das ORF-Kommentatoren-Duo Alexander Wurz und Ernst Hausleitner muss zum Corona-Test antreten, ehe es ins Freiluft-Studio in Spielberg geht.
© GEPA pictures/ Harald Steiner

Spielberg – Den Start der Formel-1-Saison werden die Fans heuer zwar nur im Fernsehen erleben, dafür gibt es ein dichtes Programm. Der ORF überträgt alle Trainings und Rennen rund um den Doppel-Auftakt am 5. bzw. 12. Juli in Spielberg. Insgesamt stehen ab 3. Juli über 50 Stunden Rennsport-Berichterstattung am Programm. Trotz Corona-bedingter Einschränkungen wird ein ORF-Team vom Ringgelände berichten.

Alle Rennen live, Corona-Tests für Mitarbeiter

"Es wird das umfangreichste Motorsportprogramm, das wir den Zusehern je angeboten haben", sagte ORF-TV-Sport-Redaktionsleiter Robert Waleczka. Denn erstmals werde den Zusehern die Möglichkeit geboten, auch die Rahmenrennen live zu sehen. In ORF 1, ORF Sport + und via orf.at werden heuer auch die Spielberg-Rennen der Formel 2, Formel 3 und jene des Porsche Supercup gezeigt. Ergänzt wird das Programm in ORF 1 und ORF III durch Sportdokus über Niki Lauda, Jochen Rindt und Ayrton Senna sowie mit Dokumentationen über die 70-jährige Geschichte der Formel 1 und die 50-jährige Geschichte der Formel 1 in Spielberg.

Da wegen der Coronavirus-Pandemie keine Zuschauer und nur ganz wenige nationale und internationale Reporter auf das Ringgelände dürfen, schlagen die ORF-Kommentatoren Ernst Hausleitner und Alexander Wurz ihre Zelte in einem Freiluftstudio in der Wiese mit Blick auf die Strecke auf. Man wollte "nicht alles aus Wien ferngesteuert machen", betonte Waleczka. Ziel sei, dass das Publikum, das wegen der Coronakrise ja vor Ort nicht zugelassen ist, auch im Fernsehen alles zu sehen bekommt.

Im Fahrerlager für den ORF unterwegs sind die ORF-Motorsportexperten Marc Wurzinger (5. Juli) und Christian Diendorfer (12. Juli). Mit jeweils einem Kameramann und einem Tontechniker an der Seite holen sie wie in den Jahren davor Stimmen von Fahrern und Team-Verantwortlichen ein. Nicht geben wird es aber Grid-Interviews kurz vor den Rennen auf der Startaufstellung.

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Bevor das Ringgelände betreten werden darf, muss ein negativer Corona-Test vorlegt werden, der nicht älter als vier Tage ist. Außerdem müssen sich die ORF-Experten täglich einem Schnelltest unterziehen, berichtete Waleczka. Die Zone darf dann den ganzen Tag über nicht verlassen werden. "Es ist ungewöhnlich, aber wir wollen das Beste daraus machen", versprach er.

F1-Rechte bis Ende 2020 noch in ORF-Hand

Auch alle weiteren bisher fest stehenden Formel-1-Rennen der mit vier Monaten Verspätung beginnenden Saison zeigt ORF 1 live. Die sechs Rennen nach Spielberg stehen mit Budapest (19. Juli), Silverstone (2. und 9. August), Barcelona (16. August), Spa (30. August) und Monza (6. September) bereits fest. Auf sport.ORF.at, im Teletext und in der TVthek werden Livestreams der TV-Übertragungen, Liveticker, Vorschauen, Hintergrundberichte und Statistiken abrufbar sein.

Die Rechte für die Formel 1-Übertragung in Österreich liegen noch bis Ende 2020 beim ORF. Derzeit laufen Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung, bestätigte der ORF. Eine Entscheidung darüber soll in den nächsten Wochen fallen. (APA)


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