Der Permafrost taut auf und mit ihm viele rätselhafte Keime

Im Schutt und Geröll des Permafrosts warten Viren und Bakterien darauf, wieder aufgetaut zu werden. Eine Gefahr? Vielleicht. Forscher hoffen aber vielmehr auf neue kleine Helferlein.

Der Schweizer Mikrobiologe Beat Frey von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft sucht seit Jahren nach den kleinsten Lebewesen, tausendmal kleiner als die kleinsten Tiere.
© rbb

Von Matthias Christler

Die letzten Monate fühlten sich an wie in einem Katastrophenfilm, einem schlechten, und auf eine Fortsetzung kann wohl jeder verzichten. Grundlagen für neue Drehbücher dafür würde es aber zur Genüge geben. Und eine, die vor Kurzem von Virologen thematisiert wurde, klingt nach echtem Horror. Im Nordosten Sibiriens starb 2016 ein zwölfjähriger Bub am eigentlich dort ausgestorbenen Milzbranderreger, weil er das Fleisch eines kranken Rentiers gegessen haben soll. Das Tier wiederum hatte sich das Bakterium aus dem aufgetauten Permafrostboden geholt.

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