Im Juni neuer Stromexport-Rekord: Viel Erzeugung, aber wenig Bedarf

Wegen eines geringen heimischen Verbrauchs bei einer zugleich guten inländischen Erzeugung herrschte am 15. Juni ein derartiger Stromüberschuss, dass die Ausfuhren ein neues historisches Hoch markierten.

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Wien – Mitte Juni ist aus Österreich so viel Strom wie noch nie davor exportiert worden. Wegen eines geringen heimischen Verbrauchs bei einer zugleich guten inländischen Erzeugung herrschte am 15. Juni zwischen 22:30 und 22:45 Uhr ein derartiger Stromüberschuss, dass die Ausfuhren mit 3943 Megawatt (MW) ein neues historisches Hoch markierten. Das erklärte der Übertragungsnetzbetreiber APG am Dienstag.

Zu der Zeit seien extrem gute Wasserführung, Windstrom-Spitzen und niedriger nächtlicher Verbrauch zusammengekommen, erläuterte APG-Vorstandsdirektor Thomas Karall in einer Aussendung. Diese Momentaufnahme zeige, wie volatil und unberechenbar die neue Strom- und Energiewelt sei. Die knapp 4.000 MW Leistung seien auch im europäischen Kontext eine beträchtliche Menge: Sie entspreche zum Beispiel rund der Hälfte des heimischen Spitzenverbrauchs während des Sommers oder knapp der doppelten Erzeugungsleistung aller österreichischen Donaukraftwerke.

Das bisherige Exportmaximum lag bei 3713 MW und datierte vom 25. April 2019 um 20:15 Uhr, hieß es auf APA-Anfrage. (APA)


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