„Katastrophale Zustände": Tierrettung befreite 34 Kaninchen aus Messie-Haus

Die Tiere waren abgemagert, verdreckt und sehr verängstigt. Zudem dürften die meisten weiblichen Kaninchen trächtig sein. Auch ein schwer kranker Hund wurde gerettet.

(Symbolbild)
© pixabay

Paternion – Die Tierrettung Kärnten hat Ende Juni 34 vernachlässigte Kaninchen und einen schwer kranken Hund aus einem Messie-Haus in Paternion (Bezirk Villach-Land) befreit. Wie das Tierschutzkompetenzzentrum Klagenfurt (Tiko) am Mittwoch in einer Aussendung mitteilte, waren die Tiere verängstigt und verdreckt, die meisten von ihnen sind außerdem trächtig.

Die Situation beschrieben die Tierretter als katastrophal: Am Boden, an den Wänden und an den Möbeln klebte Kot, die Zwischendecke im Obergeschoß war so aufgeweicht, dass Einsturzgefahr bestand und die Feuerwehr zur Verstärkung angefordert werden musste. Neben Tierkadavern und Wanderratten wurden 34 freilaufende Kaninchen und ein apathischer Hund, der sich unterm Küchentisch versteckte, gefunden.

Viele der geretteten Kaninchen sind in einem schlechten Zustand, hieß es in der Aussendung. Manche sind abgemagert, verfilzt und verdreckt, fast alle sehr verängstigt. „Da so gut wie keines der Tiere kastriert ist, muss davon ausgegangen werden, dass die meisten der weiblichen Tiere derzeit trächtig sind", hieß es vom TiKo – im Schnitt gebären Kaninchen fünf bis zehn Junge pro Wurf.

Die Tiere waren vorerst im TiKo unter Quarantäne und werden medizinisch versorgt und aufgepäppelt. Noch war nicht abzusehen, wie viele Junge in den nächsten Tagen und Wochen zur Welt kommen, was die Tierpfleger vor zusätzliche Herausforderungen stellen wird. (APA)

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