„Spätestens im Herbst werden wir in Kindergärten vor einem Chaos stehen“

Während Schulen durch die Ferien eine Art Corona-Pause haben, bleibt die Lage für Kindergärten kritisch. Sie fühlen sich mit unklaren Regeln alleingelassen.

Viele Kindergartenpädagoginnen kritisieren, dass Kinder ohnehin zu oft krank in die Betreuung gebracht werden. Unterdrückt mit Fiebersenkern, sei das in Covid-Zeiten besonders kritisch.
© APA/HERBERT NEUBAUER

Von Liane Pircher

Innsbruck – Ja, die Lage sei seit Wochen sehr schwierig, sagt Raphaela Keller, oberste Sprecherin des Berufsverbandes der Kindergarten- und Hortpädagoginnen (kurz: ÖDKH). Täglich würden sie Anrufe von verunsicherten Leitungen erreichen. Nicht zuletzt, weil vielerorts unterschiedliche Bedingungen herrschen: „Hier rächen sich die Versäumnisse der letzten Jahrzehnte. Je nach Zuständigkeit gibt es neun Landesgesetze, zu viele Kinder pro Gruppe, zu wenige Pädagoginnen. Die arbeitenden Menschen in Krippe, Kleinkindgruppe, Kindergarten oder Hort sind komplett von der Gunst der Landesregierung, Bürgermeistern oder privaten Trägern abhängig“, sagt Keller.

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