Wacker-Profis treten nicht in Kapfenberg an: 0:3-Niederlage droht

Nachdem zwei weitere Kapfenberger Spieler positiv getestet wurden, wollen die Wacker-Profis am Dienstag nicht zum verschobenen Spiel antreten.

Wacker-Kapitän Lukas Hupfauf äußerte große Sicherheitsbedenken für sich und seine Teamkollegen.
© GEPA pictures/ Amir Beganovic

Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Freitag, 18.30 Uhr, war nicht möglich, weil ein Kapfenberger Kicker positiv getestet wurde. Die zunächst angesetzte Verschiebung auf Samstag, 14 Uhr, wurde wegen Sicherheitsbedenken aufgehoben und das Zweitligaspiel zwischen Kapfenberg und dem FC Wacker auf Dienstag 18.30 Uhr festgelegt. Heißt für die Schwarz-Grünen über 1000 leere Kilometer, die ihnen wieder drohen. Weil beim steirischen Zweitligisten zwei weitere Spieler positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

„Im Moment fällt es schwer, den Fokus auf Fußball zu richten. Wir müssen eh abwarten, was dann bei den nächsten Tests am Montag rauskommt“, erklärte KSV-Coach Kurt Russ, dessen gesamter Kader nach dem ersten Positiv-Fall unter Quarantäne gestellt und neuerlich mit zwei weiteren positiven Ergebnissen durchgetestet wurde. Aus Sicherheitsgründen ist die Mannschaft nun ins leerstehende und zuvor desinfizierte Akademie-Wohnheim eingezogen. Dort sind die Spieler bis auf einige, die ohnehin in unmittelbarer Nähe des Stadions wohnen, während ihrer 14-tägigen Quarantäne untergebracht.

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„In Anbetracht der Lage eine unsichere Situation für uns Spieler. Daher haben wir beschlossen, heute nicht nach Kapfenberg zu fahren“, erklärte Wacker-Kapitän Lukas Hupfauf gestern. Trainer Thomas Grumser stellt sich hinter seine Kicker: „Ich richte mich nach den Spielern. Wenn sie sich verständlicherweise nicht sicher fühlen, kann ich das verstehen.“

Jetzt ist die Bundesliga am Zug. „Es gibt ein Präventionskonzept, das alle Vereine akzeptierten, das auch die Grundlage für den Neustart nach der Corona-Pause war, und danach richtet sich die Liga konsequent“, so Alfred Hörtnagl und Ex-Präsident Gerhard Stocker zur prekären Lage unisono. Der sportliche Leiter der Tiroler sieht die Lage nüchtern: „Wir werden heute nach den Testungen beider Vereine noch mit der Liga kommunizieren. Wenn der Dienstag-Termin bestätigt wird, wir nicht antreten, dann ist ein 3:0 für Kapfenberg eben die logische Konsequenz.“


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