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Rehkitz-Leben auf Messers Schneide: Drohnen retten vor dem Traktor-Tod

Tierliebende Drohnen-Piloten haben im Mai und Juni mehr als 100 Rehkitze in Tirol vor dem Mähtod gerettet. Die für die Bauern meist kostenlose Rehkitzrettung aus der Luft entwickelt sich immer mehr zu einem Erfolgsprojekt.

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Im Gras sind Rehkitze leicht zu übersehen.
© TJV

Von Theresa Mair

Ganz in der Früh ist es noch kalt, wer durch ein Feld stapft, ist gleich platschnass, man sieht jedes Mal einen schönen Sonnenaufgang, zwei Stunden später wird es heiß, und es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man ein Rehkitz retten kann. Man kommt durch das ganze Land und lernt viele nette Bauern und Jäger kennen. So beschreiben Manuela Prantl und ihr Mitarbeiter Bruno Perktold ihre Tage im Mai und Juni.

Es ist die Zeit, in der die Rehgeißen ihre Kitze zwischen dem hohen Gras der Felder absetzen, damit sie dort einen Monat in Ruhe wachsen können. Es ist aber auch die Zeit, in der die Bauern das erste Heu einbringen. Prantl, die den Sozial- und Gesundheitssprengel im Pitztal leitet, geht dann auf Urlaub. „Meine Mitarbeiter wissen schon, dass ich dann von heute auf morgen weg bin“, erzählt sie lachend. Wobei die 56-Jährige die freien Tage nicht zur Erholung nutzt. Meist beginnen diese dann schon um vier Uhr früh.


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