Spektakulärer Union-Plan: Volles Stadion mit Coronatests für alle Fans

Mit Coronatests für mehr als 22.000 Zuschauer will der 1. FC Union schon im September wieder in einem vollen Stadion spielen. Noch muss der ambitionierte Plan aber den zuständigen Behörden präsentiert werden. Die Hürden sind hoch.

Gemeinsam mit seinen Fans will Union Berlin gleich zu Beginn der neuen Saison wieder feiern.
© ANDREAS GORA

Berlin – Nach der Veröffentlichung seiner ambitionierten Idee will der deutsche Bundesligist 1. FC Union Berlin den Plan für einen Saisonstart im vollen Stadion weiter vorantreiben. „Erste Gespräche mit möglichen Partnern“, um das Konzept mit Tests auf das Coronavirus für alle Stadionbesucher umzusetzen, würden bereits laufen, teilten die Köpenicker mit. Wenn die Rahmenbedingungen konkretisiert seien, soll das Konzept dem zuständigen Gesundheitsamt und dem Land Berlin sowie dann auch öffentlich vorgestellt werden. Das dauere aber noch ein bisschen, erklärte ein Union-Sprecher am Freitagabend.

Mit seinem in Deutschland bislang einmaligen Vorhaben sorgt Union für mächtig Wirbel in der öffentlichen Debatte, wann wieder Profifußball vor Zuschauern möglich sein wird. Der Club will spätestens ab dem ersten Spieltag der kommenden Saison wieder eine „Vollauslastung“ des Stadions An der Alten Försterei erreichen. Dies soll mit Hilfe von Coronatests für alle 22.012 Karteninhaber sowie alle Anwesenden vor Ort möglich werden.

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„Zugang zum Stadion erhält man dann mit einer gültigen Eintrittskarte und einem negativen Testergebnis, das zum Zeitpunkt der Stadionschließung nicht älter als 24 Stunden sein darf“, hieß es in der Mitteilung. Es würden unterschiedliche Möglichkeiten geprüft, „die in ausreichender Menge zur Verfügung stehenden Testkapazitäten binnen 24 Stunden einsetzen zu können.“

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Aktuell sind in der Hauptstadt noch bis 24. Oktober Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen untersagt. Der Start der neuen Bundesliga-Saison ist für den 18. September geplant.

Entscheidend für eine (Teil-) Zulassung von Zuschauern seien die lokalen Konzepte der Clubs, welche von den zuständigen Gesundheitsbehörden vor Ort freigegeben werden müssten, hatte die Deutsche Fußball Liga am Freitag über die Vorgaben des Bundesministeriums für Gesundheit mitgeteilt. Unabhängig von lokalen Konzepten für eine Besucher-Rückkehr will die Dachorganisation der 36 Proficlubs der 1. und 2. Liga auf Grundlage des Geisterspiel-Konzepts der „Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb“ für die neue Saison erneut Vorgaben für den Arbeitsschutz rund um den Spiel- und Trainingsbetrieb erstellen.


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