LASK-Vize Werner: Spieler sprachen sich gegen Trainer Ismael aus

LASK-Vize-Präsident Jürgen Werner sprach gegenüber dem "Oberösterreichischen Volksblatt" zum Thema Trainerentlassung von einer "nach außen unpopulären und unverständlichen Entscheidung". Ismael habe allerdings Angriffsfläche geboten.

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Valerien Ismael musste nach der sportlichen Talfahrt in der Meistergruppe den Trainerposten beim LASK räumen.
© EXPA/REINHARD EISENBAUER

Linz – Beim LASK haben sich auch die Spieler gegen den Ende der Vorwoche als Trainer abgelösten Valerien Ismael ausgesprochen. Wie Vizepräsident Jürgen Werner im Interview mit dem Oberösterreichischen Volksblatt erklärte, hätten bei der Trennung von Ismael vorangegangene Gespräche mit dem Spielerrat eine Rolle gespielt. Sein Rücktritt sei nicht zur Debatte gestanden, so Werner.

"Unzulänglichkeiten blieben mit dem Erfolg unter Verschluss, aber er hat Angriffsflächen geboten - im Training, im Coaching, in der Kooperation mit den Juniors", sagte Werner auf die Frage, was zum Bruch mit Ismael geführt habe. Der Beschluss, sich vom Franzosen zu trennen, habe sich in der vergangenen Woche entwickelt. "Auch durch den Input der Spieler. Wir haben jeden im Verein interviewt und das war eben das Ergebnis." Auch im Trainerteam habe es Unstimmigkeiten gegeben. So soll Co-Trainer Andreas Wieland laut Berichten bei Clubchef Siegmund Gruber Stimmung gegen Ismael gemacht haben.

"Nach außen unpopuläre und unverständliche Entscheidung"

Die Entscheidung für "eine nach außen unpopuläre und unverständliche Entscheidung" sei freilich im Präsidium gefallen, hielt Werner fest. Er sprach von einem Neuanfang nach einer Pleiten-Pech-und-Pannen-Serie. Ismael sei aber nicht das Bauernopfer nach den Folgen des unerlaubten Mannschaftstrainings während der Corona-Pause. Dieses brachte dem LASK am Ende einen Vier-Punkte-Abzug ein. Sportlich gingen die Spiele nach dem Re-Start der Bundesliga daneben. Anstatt um den Titel mitzuspielen, mussten sich die Linzer schließlich mit Platz vier begnügen.

An Ismael habe es laut Werner das Angebot gegeben, als Sportdirektor weiterzumachen. "Weil er unsere Idee immer gut weitergetragen hat, deshalb wäre er für diese Position sehr wohl geeignet gewesen und deshalb wollten wir ihn eine Etage nach oben heben. Aber das wollte er aus verständlichen Gründen nicht." Im bis 2022 laufenden Vertrag mit Ismael sei auch eine Ausstiegsklausel verankert, verriet Werner.

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🔗 Der LASK präsentierte am Samstag Thalhammer als Ismael-Nachfolger:

Dass er selbst aufhören wollte, wie am Freitag kolportiert wurde, sei nicht zur Debatte gestanden. "Zwischen Siegmund (Gruber, Anm.) und mir gibt es kein Problem. Wir haben große Aufgaben vor uns: Das Stadion, die zweite Mannschaft oder die Akademie und wir dürfen uns nicht auseinander dividieren lassen. Die Entscheidungen im sportlichen Bereich liegen natürlich bei mir", betonte Werner.

Ismaels Nachfolger Dominik Thalhammer ist nun der neue starke Mann auf der Trainerbank. Der 49-Jährige werde als Damentrainer und Theoretiker belächelt, seine strategische Ausrichtung spreche aber für ihn. "Er sieht die Sache langfristig und in einem großen Team, wo jeder seine Aufgaben hat", erklärte Werner. "Wir wollen ein Trainerteam zusammenstellen mit Offensivkoordinator, mit Defensivkoordinator, also mit Spezialisten, die dafür sorgen, dass wir unsere DNA nicht verlieren." Außerdem soll Thalhammer das Bindeglied zwischen Mannschaft und Sportvorstand sein. (APA)


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