Der FC Wacker Innsbruck wird zum Zünglein an der Titel-Waage

Der FC Wacker stellt sich in den letzten Runden der 2. Liga noch den Titelkandidaten Klagenfurt und Ried in den Weg. „Wir vertreten unsere Farben. Und es gibt keinen Grund, auch nur ein Promille zurückzustecken“, betont Trainer Grumser.

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Mit seinem dritten Saisontreffer köpfelte Innenverteidiger Stefan Meusburger den FC Wacker in Kapfenberg zum Sieg.
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Von Tobias Waidhofer

Innsbruck – Wenn irgendwer vermutet hatte, dass es dem FC Wacker in den letzten Zweitliga-Runden an Motivation mangeln würde, dann wurde er am Dienstagabend in Kapfenberg eines Besseren belehrt.

Dass Trainer Thomas Grumser beim späten 3:2-Sieg in der Steiermark – trotz drückender Überlegenheit – schon nach einer halben Stunde doppelt wechselte (für Zaizen und Faleye kamen Ibrisimovic und Mandl), ist nur eine weitere Bestätigung dieser These. „Wenn nicht alle mitmachen, bekommen wir Probleme. Das hat mir nicht gefallen, deshalb haben wir reagiert“, sprach der Trainer vor allem das Defensivverhalten an. Ein weiteres Indiz war der späte Siegtreffer durch einen Meusburger-Kopfball. „Es ist natürlich top, wenn sich die Mannschaft spät belohnt. Da steigst du gleich lieber in den Bus.“

Alles andere als top war wieder einmal die Chancenverwertung, das Spiel im Falkenhorst zeigte dabei erneut, dass einer wie Ronivaldo den Innsbruckern guttun wird. Dazu ein kleines Bonmot aus der Statistik: Während der aktuelle Wacker-Kader insgesamt auf 87 Tore in der zweithöchsten Spielklasse kommt, hat der Brasilianer allein 82 Zweitliga-Tore auf dem ­Konto.

Aber das bleibt vorerst Zukunftsmusik, denn in der Gegenwart spielen die Innsbrucker das Zünglein an der Titelkampf-Waage, geht es doch noch sowohl gegen den Zweiten Ried (Freitag) als auch gegen Leader Klagenfurt (31. Juli). „Wir vertreten unsere Farben. Und es gibt keinen Grund, auch nur ein Promille zurückzustecken“, betont Trainer Grumser.


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