Hamilton in Ungarn mit Tages-Bestzeit, erste postive Corona-Tests

Lewis Hamilton sorgte am Freitagvormittag für die schnellste Runde des Tages. Während am Nachmittag der Regen zum Spielverderber wurde, gab es erste positive Corona-Testergebnisse im F1-Tross.

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Lewis Hamilton drehte in der ersten Trainingssession am Hungaroring die schnellste Runde.
© MARK THOMPSON

Budapest – Weltmeister Lewis Hamilton ist am Freitag am ersten Trainingstag für den Formel-1-Grand-Prix von Ungarn die beste Rundenzeit gefahren. Die zweite Einheit wurde vom Regen geprägt. Nicht wunschgemäß lief der Tag für das Red-Bull-Duo. Max Verstappen wurde mit knapp 1,5 Sek. Rückstand bzw. am Nachmittag Siebenter. Alexander Albon hatte zunächst Rang 17 belegt, ehe er ohne gezeitete Runde blieb.

Gute Wetterprognosen für Samstag und Sonntag

Schon in den ersten eineinhalb Stunden am Vormittag hatte es vereinzelt Regentropfen gegeben. Das veranlasste die meisten Fahrer, schon zu Beginn fleißig ihre Runden zu drehen, um wertvolle Daten für das dritte Saisonrennen zu sammeln. Laut Prognosen soll es am Samstag im Qualifying und am Sonntag jedoch trocken bleiben.

Den besten Eindruck auf dem außerhalb von Budapest gelegenen Hungaroring hinterließ erneut Mercedes. Lewis Hamilton war auf seiner besten Runde 86 Tausendstel schneller als sein Teamkollege Valtteri Bottas, der die WM-Wertung mit sechs Punkten Vorsprung auf den Weltmeister anführt.

Zwei positive Corona-Tests

Die Formel 1 hat die ersten beiden Corona-Fälle seit dem verspäteten Saisonstart. Zwei Personen seien positiv getestet worden, teilten die Motorsport-Königsklasse und der Internationale Automobilverband am Freitag in Budapest mit.

Die insgesamt 4992 Tests wurden vom Freitag vergangener Woche bis zum Donnerstag dieser Woche durchgeführt. Die beiden Personen seien nicht beim Großen Preis der Steiermark am vergangenen Wochenende in Spielberg gewesen, hieß es in den Erklärungen bei Twitter.

Details zu den Betroffenen wurden nicht veröffentlicht. Sie wurden den Vorgaben und dem Sicherheits- und Hygienekonzept entsprechend ebenso wie die engen Kontaktpersonen bereits isoliert.

Den Rückstand auf Hamilton unter einer Sekunde halten konnten nur noch Sergio Perez und Lance Stroll im Racing Point - jener Rennstall, gegen den ein Protest wegen zu großer Ähnlichkeit bestimmter Autoteile zum Vorjahresmodell von Mercedes läuft. Mit dem Urteil der FIA ist allerdings frühestens in drei Wochen zu rechnen.

Der Ausgang der Untersuchung der pinkfarbenen Autos könnte sich auch auf die sportliche Zukunft von Sebastian Vettel auswirken. Der vierfache Weltmeister, der Ferrari nach sechs Saisonen zum Jahresende verlassen wird, bestätigte am Donnerstag "lose Gespräche" mit den Verantwortlichen von Racing Point.

Ferrari mit leichter Aufwärtstendenz

Der arg gebeutelte Deutsche wie auch sein monegassischer Teamkollege Charles Leclerc bewiesen auf dem Rundkurs in Mogyorod mit den Rängen sechs und sieben leichte Aufwärtstendenz. Im Regen gelang Vettel vor Bottas sogar die Bestzeit. Im Team Alfa Romeo war am Vormittag wie schon vor einer Woche in Spielberg Robert Kubica zum Einsatz gekommen. Der polnische Ersatz- und Testfahrer war mit mehr als drei Sekunden Rückstand klar der langsamste Fahrer im Feld. (APA)

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Darüber wird auch noch gesprochen im Fahrerlager von Ungarn

➤ Sebastian Vettel. Über die Zukunft des vierfachen Weltmeistes ist auch vor dem Großen Preis von Ungarn das bestimmende Thema. Sportlich deutet nach nur zwei Rennen vorerst ohnehin alles auf einen erneuten Alleingang des Mercedes-Teams mit dem sechsmaligen Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hin. Gesprächsstoff gibt es im Fahrerlager, das auch auf dem Hungaroring ohne Zuschauer daherkommt, darüber hinaus aber auch noch.

➤ AUS DER AMERIKANISCHE TRAUM? Seit 2016 ist das Team von Gene Haas nun dabei. Durchaus ordentlich. 2018 belegt der US-Rennstall, der von Beginn an eng mit Ferrari zusammenarbeitet, in der Konstrukteurswertung sogar den fünften Platz. Doch wie geht es weiter?

"Es gibt hier viele Fragezeichen", sagte der französische Haas-Pilot Romain Grosjean nun. "Ist Haas nächstes Jahr hier oder nicht? Das ist die Frage." Die Antwort kennt der 34 Jahre alte Pilot nicht. "Ich glaube, es ist noch keine Entscheidung getroffen worden."

➤ DEN SCHMERZEN AUF DEN GRUND. Er hatte Schmerzen in der Brust in Österreich. Damit macht rennfahren nur bedingt Spaß. Lando Norris schaffte es im McLaren dennoch auf Rang fünf. Vor Ort konnte ihm keiner wirklich helfen, also flog er kurzum nach England, um sich checken zu lassen. Wie sich bei den Untersuchungen herausstellte, hatte sich Norris nach der langen Pause eine Prellung zugezogen. "Es geht nicht über Nacht weg, aber mir geht es besser als vergangenes Wochenende."

➤ ALLES RECHTENS ODER NICHT? Als wäre Racing Point nicht ohnehin in fast aller Munde. Der mögliche künftige Rennstall von Sebastian Vettel, der ab kommender Saison als Werksteam von Aston Martin starten wird, sieht sich weiter den Vorwürfen ausgesetzt, ein illegales Auto auf die Strecken zu schicken.

"Es ist enttäuschend, dass wir diesen Protest haben und dieses ganze Drama so früh in der Saison erleben",

bekundete Pilot Lance Stroll. Renault hat gegen die Rennwagen sein Veto eingelegt, die Ähnlichkeit in bestimmten Bereichen mit dem Mercedes aus dem vergangenen Jahr ist den Franzosen einfach zu groß.

➤ VON WEGEN HITZE. Eigentlich bedeutet Formel 1 in Budapest: Schwitzen. Doch diesmal brauchen die Fahrer wohl nicht die Hitze über der Puszta zu fürchten. Im Gegenteil: Regen ist angesagt. Am Freitag, wenn zweimal anderthalb Stunden trainiert wird, mit 80 prozentiger Wahrscheinlichkeit bei nur 20 Grad. Samstag sollen es 24 Grad werden, Regenwahrscheinlichkeit 40 Prozent. Und beim Rennen am Sonntag könnte es schwül werden: Am Nachmittag sollen sich Wolken bilden bei 27 Grad, Schauer möglich.


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