Quartararo feierte ersten MotoGP-Sieg, Weltmeister Marquez schwer verletzt

Fabio Quartararo ließ Yamaha beim verspäteten MotoGP-Saisonauftakt jubeln. Weltmeister Marc Marquez stürzte fünf Runden vor Rennende schwer und zog sich einen Oberarmbruch zu.

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Fabio Quartararo war in Jerez die Nummer eins.
© JAVIER SORIANO

Jerez de la Frontera – Mit 21 Jahren und beim siebenten Start aus der Pole Position hat Fabio Quartararo am Sonntag den ersten Sieg in der MotoGP-Klasse der Motorrad-WM gefeiert. Der Franzose gewann beim späten Saisonauftakt der Königsklasse mit einer Yamaha den Grand Prix von Spanien in Jerez 4,603 Sekunden vor seinem spanischen Markenkollegen Maverick Vinales. Weltmeister Marc Marquez stürzte schwer.

Vorjahressieger Marquez verzeichnete in der fünften Runde in Führung liegend einen langen Ausritt mit 100 km/h durch das Kiesbett, kämpfte sich aber vom 18. Platz noch zurück an die dritte Stelle. Fünf Runden vor dem Ende kam für den Sechsfach-Champion bei der Aufholjagd jedoch das Aus. Nach einem "Highsider" stürzte der 27-jährige Honda-Pilot schwer und wurde mit einer Trage zur Untersuchung gebracht.

Dort wurde ein Bruch des rechten Oberarms festgestellt. Der dreifache Jerez-Sieger soll am Dienstag in Barcelona operiert werden. Weitere Verletzungen wurden nach einer Untersuchung ausgeschlossen. Marquez solle aber noch zwölf Stunden unter Beobachtung bleiben, teilte das medizinische Team der MotoGP mit.

Quartararo triumphierte als erst vierter Nicht-Spanier in Jerez im Süden der Halbinsel und sorgte für den ersten Sieg eines Franzosen in der Königsklasse seit 21 Jahren. Der Pilot des Satellitenteams Petronas Yamaha, der 2021 in das Werksteam aufsteigt, übernahm neun Runden vor dem Ende von Vinales die Spitze und ließ sich den Premierenerfolg nicht mehr nehmen.

Quartararo: "Das ist der beste Moment meines Lebens"

"Das ist der beste Moment meines Lebens", jubelte der erst im Vorjahr in die MotoGP gekommene Quartararo und widmete den Sieg allen Menschen, die vom Coronavirus betroffen sind. 2019 hatte er sieben Podestplätze erreicht. Werksfahrer Vinales war auch über den zweiten Platz "richtig glücklich". "Ich sah mich zweimal schon am Boden", meinte der Spanier, dem das Vorderrad mit weichen Reifen Probleme bereitete.

Der Italiener Andrea Dovizioso schaffte im 300. MotoGP-Rennen von Ducati den dritten Platz. "Ich hatte große Probleme und habe keine Energie mehr, um richtig glücklich zu sein", erklärte der Vizeweltmeister, der nur drei Wochen zuvor beim Motocross einen Schlüsselbeinbruch erlitten hatte. "Nach dieser Verletzung bin ich sehr froh, auf dem Podest zu stehen."

KTM-Werksteam mit guter Performance

Ausgezeichnet lief es für das KTM-Werksteam. Der Spanier Pol Espargaro holte den sechsten Platz, weniger als eine Sekunde fehlte auf den Dritten. Rookie Brad Binder (Südafrika) war nach einem Ausritt weit zurückgefallen, kämpfte sich mit starkem Finish aber noch auf den 13. Platz und holte damit ebenfalls Punkte. Der Portugiese Miguel Oliveira aus dem KTM Tech3-Team wurde Achter.

"Pol ist bis zur letzten Runde mit der Spitze mitgekommen", freute sich Team-Manager Mike Leitner auf ServusTV. "Wir haben in den Wintertests gemerkt, dass sich unser Bike auf der Renndistanz in die richtige Richtung bewegt, das haben wir heute bei schwierigen Bedingungen bewiesen. Jetzt ist eine Riesenlast abgefallen." (APA)


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