Zu viele Fragezeichen stehen dem Tiroler Sport noch im Weg

Es sind auf Tiroler Klubebene viele Fragen, auch wegen des Coronavirus, zu klären. Von Planungssicherheit ist man quer durch alle Sportarten weit entfernt.

Egal ob bei den Raiders, den Tiroler Handballern, dem FC Wacker oder den Haien - so richtig weiß niemand, wie es in Sachen Zuschauern weitergeht ...
© gepa (4)

Abo-Verkauf bei Wacker in der Warteschleife

Planungssicherheit ist auch für den FC Wacker zurzeit ein Fremdwort. Nicht so sehr, was den Profikader für die kommende Saison betrifft, sondern vielmehr im Hinblick auf die Kapazität des Tivoli-Stadions. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, könnten jederzeit mit dem Aboverkauf starten. Aber noch blockieren uns zu viele Fragezeichen“, erläutert FCW-Vorstandsmitglied Felix Kozubek die Situation bei den Schwarz-Grünen, die ab Mitte September das Projekt Aufstieg starten. Am Donnerstag sollte die Liga bezüglich Zuschauerzahlen in Absprache mit dem Gesundheitsministerium einen Beschluss fassen. Doch in Zeiten wie diesen können sich die festgelegten Zahlen am Freitag schon wieder in Corona-Luft auflösen. (w.m.)

🎥 Video-Beitrag: Wacker verlor Fußballkrimi in Ried

Haie können sich nicht an 400 Zuschauer klammern

Einige Eishockey-Cracks – u. a. die beiden Kitzbüheler Henrik Hochfilzer und Thomas Mader – wurden die letzten Tage bei den Innsbrucker Haien getestet, am Dienstag steht in der Bet-at-home ICE Hockey League (kurz ICE) die nächste Videokonferenz unter den Klubvertretern an.

Gegenwärtig wären laut HCI-Obmann Günther Hanschitz für Heimspiele beim Ligaauftakt in der zweiten September-Hälfte nur 400 Zuseher in der Tiroler-Wasserkraft-Arena zugelassen. Eine Zahl, die die Kassa – die Haie hatten selbst in schlechteren Liga-Tagen einen Schnitt von knapp 2000 Fans – nicht klingeln lässt. „Es kann sich tagweise was ändern, aber es muss eine Lösung geben. Denn wenn man eine Saison aussetzt, ist die Sportart und die Liga tot“, notiert Hanschitz. An einen Aboverkauf („Wir können ja keinen Sitzplan erstellen“) sei nicht zu denken: „Die Zuseher sind aber ein wesentlicher Teil unseres Budgets.“

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Der reguläre Trainingsbeginn samt Legionären wäre im Haifischbecken für den 15. August geplant. Ob sich das z. B. mit den Flügen der Imports ausgeht, steht auch noch in den Sternen. Vielleicht gibt’s am Dienstag neue ­Antworten. (lex)


Handball Tirol harrt der Dinge

„Wir brauchen noch keine Saltos zu schlagen. Vor Mitte August machen wir in Sachen Halle und Zuschauer nichts Konkretes, weil sich die Rahmenbedingungen ja ständig ändern“, notiert Thomas Lintner, Sportchef von Handball Tirol, bezüglich der nahenden Erstliga-Saison in der Sporthalle Ost. Im Budget sei man vorsorglich von wenig(er) Zuschauereinnahmen ausgegangen. Aber: „Wir müssen in der Liga alles daran setzen, dass wir wie geplant anfangen können.“ Internet-Livestreams sollen die Optik und Präsenz verbessern. (lex)

Die Raiders kämpfen um ihre „Fan-Familie“

Claudia Nuener, Managerin der Swarco Raiders, fasst den Status quo in der rot-weiß-roten Footballszene treffend zusammen: „Mit jeder gelösten Frage kommt eine neue dazu.“ Heißt so viel, dass vor dem geplanten Ligastart im September noch reichlich Hürden aus dem Weg geräumt werden müssen. Fest steht, dass es dieses Jahr eine verkürzte Meisterschaft mit nur vier Vereinen geben wird. Fest steht auch, dass Tirols Vorzeigeverein alles unternehmen wird, um die „Fan-Familie“ bei den Heimspielen möglichst geschlossen ins Tivoli-Stadion zu bringen. Nuener: „Dank der vielen Sitzplätze haben wir einen gewissen Spielraum.“ Wenn, ja wenn ... (m. i.)


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