Polizeieinsatz auf Hanfplantage in Wien-Liesing womöglich "Irrtum"

Jener Großeinsatz in Wien, bei dem in einer Halle in Liesing 1800 Hanfpflanzen von der Polizei abgeholzt worden sind, könnte ein Irrtum gewesen sein. Der Besitzer gibt an, dass die Pflanzen rein für Naturkosmetik-Erzeugung gedacht gewesen seien.

(Symbolfoto)
© DPA/Pleul

Wien – In der Nacht auf Freitag hatten 20 Wiener Polizisten, großteils noch Polizeischüler, alle Hände voll zu tun: In einer Halle in Liesing wurden 1800 Hanfpflanzen abgeholzt. Der Züchter beteuert aber, die Stauden legal für Kosmetik angebaut zu haben. Der THC-Gehalt müsse erst noch geprüft werden, hieß es am Samstag von der Landespolizeidirektion, die den Bericht der Kronen Zeitung bestätigte.

Drogenfahnder, WEGA und Polizeischüler seien ausgerückt, um das vermeintliche Suchtgift Donnerstag um 3.00 Uhr abzuholzen, berichtete die "Krone". "Wir sind Bauern und doch keine Drogendealer wie Pablo Escobar. Meine Pflanzen haben einen viel zu geringen sogenannten Tetrahydrocannabinol-Gehalt, um als verbotenes Suchtgift zu gelten", zitierte das Blatt den Plantagen-Besitzer. Er verfüge auch über das landwirtschaftliche Registrierblatt der Agrarmarkt Austria (AMA).

Der Firmenchef beziffert seinen Schaden mit 27.000 Euro. "Ich wollte aus dem THC-befreiten Cannabis edle Naturkosmetik-Öle erzeugen und diese verkaufen", schilderte er der Zeitung.

"Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Experten des Bundeskriminalamts werden den THC-Gehalt analysieren", sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger auf APA-Anfrage. (APA)

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