EU-Coronahilfen: Österreicher halten Beschluss mehrheitlich für gut

Ein ÖGfE-Umfrage zeigt, 45 Prozent begrüßen Ergebnis des Gipfels, 21 Prozent sehen schlechte Entscheidung.

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Brüssel, Wien – Eine Mehrheit der Österreicher ist der Ansicht, dass die EU-Staats- und Regierungschefs beim EU-Budget und den Wiederaufbauhilfen eine gute Entscheidung getroffen haben. 45 Prozent vertreten diese Meinung, wie aus einer Dienstag veröffentlichten Umfrage der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) hervorgeht. 21 Prozent sehen eine schlechte Entscheidung.

Ein Drittel der Befragten (34 Prozent) kann zu dieser Frage aktuell nicht Stellung beziehen. Die Umfrage wurde vom Market-Institut vom 24. bis 27. Juli im Auftrag der ÖGfE durchgeführt. Befragt wurden österreichweit 500 Personen online. Die maximale statistische Schwankungsbreite beträgt rund 4,4 Prozent.

"Vor rund einer Woche haben sich die EU-Staats- und Regierungschefs in einer Marathonsitzung auf ein mehrjähriges EU-Budget und Finanzhilfen in Höhe von über 1800 Milliarden Euro geeinigt, um die Folgen der Corona-Krise zu stemmen. Ein historischer Beschluss, dem die ÖsterreicherInnen tendenziell positiv, aber in Krisenzeiten auch mit Unsicherheit gegenüberstehen", sagte Paul Schmidt, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik.

"Das Ausmaß der kolportierten Finanzmittel und die Diskussion über finanzielle Zuschüsse für Corona-Sorgenkinder machen es für viele noch schwer, sich zum aktuellen Zeitpunkt eine gesicherte Meinung zu bilden", so Schmidt. "Es ist daher besonders wichtig – nach der erforderlichen parlamentarischen Zustimmung – rasch, aber auch offen und transparent bei der Ausschüttung der beschlossenen Gelder vorzugehen und wirksame Kontrollmechanismen zu etablieren, sodass mit dem wirtschaftlichen und sozialen Aufbau auch das Vertrauen der Menschen wieder gestärkt wird." (APA)

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