„Falsche" Polizisten versuchten bei fünf Seniorinnen telefonisch Geld zu erbeuten

Schon wieder gibt es in Tirol Betrugsvorfälle über das Telefon. Betrüger geben sich als Polizisten aus und fordern – vor allem von Senioren – Kautionszahlungen für nahe Verwandte.

(Symbolbild)
© pixabay

Innsbruck – Aus aktuellem Anlass warnt die Polizei erneut vor heimtückischen Betrugsmaschen. Unbekannte Täter haben es vor allem auf Senioren abgesehen und spielen ihnen eine Geschichte vor. So gab sich am Dienstag ein Unbekannter bei drei Frauen zwischen 80 und 85 Jahren im Bezirk Schwaz sowie bei zwei über 70-Jährigen in Innsbruck als Polizist aus und täuschte vor, deren Töchter seien in schwere Unfälle verwickelt.

Der Unbekannte verlangte eine Kaution in der Höhe von 72.000 Euro bzw. in einem Fall von 40.000 Euro, weil es sich beim zweitbeteiligten Unfallfahrzeug um ein wertvolleres Fahrzeug handeln würde etc. Es blieb in allen Fällen beim Versuch, wobei die betroffenen Frauen teilweise in Unruhe versetzt wurden, weil deren Töchter vorerst telefonisch nicht erreichbar waren.

Polizei rät zur Vorsicht

Das seien laut Polizei derzeit nicht die einzigen Fälle. Den Tätern gelinge es immer wieder, die Opfer unter emotionalen Druck zu setzen und von diesen durch geschickte Gesprächsführung hohe Bargeldbeträge oder Wertgegenstände herauszulocken.

Es wird eindringlich davon abgeraten, in solchen telefonisch eingefädelten angeblichen „Notfällen“ durch Übergabe von Bargeld Hilfe zu leisten. In solchen Fällen wird empfohlen, die angeblichen Polizisten über die Verwandten oder Bekannten genauestens zu befragen, insbesondere sie Details beantworten zu lassen. Oder die Verwandten ans Telefon zu bitten und Personen, die sich im Fall als Verwandte ausgeben, dann ebenfalls genau zu überprüfen – sie Dinge zu fragen, die wirklich nur der tatsächliche Verwandte wissen kann. Bei Zweifeln empfiehlt die Polizei, keinerlei Hilfe zu gewähren und unverzüglich Anzeige zu erstatten. (TT.com)

TT-ePaper gratis testen und eines von drei E-Bikes gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt mitmachen
TT ePaper

Tipps der Polizei

  • Ignorieren Sie derartige Anrufe, beenden Sie die Gespräche sofort.
  • Geben Sie am Telefon keine Informationen über Wertgegenstände, Kontostände, Bankdaten oder andere geheime Informationen. Die Polizei würde niemals am Telefon danach fragen!
  • Rufen Sie das Familienmitglied unter der Ihnen bekannten Rufnummer an.
  • Sprechen Sie mit Angehörigen über das Telefonat.
  • Verständigen Sie umgehend die Polizei und erstatten Sie Anzeige.
  • Angehörige von älteren Menschen werden ersucht, ihre Verwandten entsprechend zu sensibilisieren.

Kriminalpolizeiliche Beratung:

  • Die Polizei bietet kostenlose kriminalpolizeiliche Beratungen an. Diese können über jede Polizeidienststelle oder über das Landeskriminalamt, (Tel: 059133/70-3333) angefordert werden.

Kommentieren


Schlagworte