DNA-Analyse bestätigt: Wölfe rissen dutzende Tiere im Unter- und Oberland

Bei toten Schafen und Ziegen aus den Bezirken Kitzbühel, Kufstein sowie Landeck wurden Proben entnommen. Die genetische Untersuchung hat nun für sämtliche Tiere den Wolfsverdacht bestätigt.

Symbolbild.
© Foto TT/Rudy De Moor

Innsbruck – Wie das Land Tirol am Mittwoch berichtet, steht nun fest, dass Wölfe für mehrere Risse im Ober- und Unterland verantwortlich sind. Eine genetische Analyse hat den Verdacht bestätigt. Untersucht wurden die Proben von toten Schafen und Ziegen aus dem Gemeindegebiet von Kössen, Kirchdorf (Bezirk Kitzbühel), Walchsee (Bezirk Kufstein) sowie See im Paznaun (Bezirk Landeck). Bei allen wurde die DNA eines Wolfs nachgewiesen.

📽 Video | Wolfsverdacht gleich mehrfach bestätigt

Insgesamt wurden seit Anfang Juni 26 Schafe und elf Ziegen im Tiroler Unterland tot aufgefunden, berichtet das Land. „Bei den Schafsrissen in Kössen am 26. Juni, in Walchsee am 19. Juni sowie bei den toten Ziegen im Gemeindegebiet von Kirchdorf am 3. Juni wurde jeweils ein und dasselbe Individuum nachgewiesen. Es handelt sich um einen männlichen Wolf, der aus Südosten, aus der dinarischen Population, stammt“, erklärt Martin Janovsky, Experte des Landes für große Beutegreifer.

Die erst Mitte Juli in See im Paznaun tot aufgefundenen Schafe wurden demnach von von jener Wölfin gerissen, deren DNA auch schon bei den Rissen in Serfaus von Mitte Mai bis Anfang Juni nachgewiesen wurde. Derselbe weibliche Wolf aus der italienischen Population war bereits im November 2019 in Fiss aktiv.

TT-ePaper gratis testen und eines von drei E-Bikes gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt mitmachen
TT ePaper

In den letzten beiden Tagen wurden aus Pfunds weitere Schafsrisse gemeldet, heißt es in der Aussendung. (TT.com)


Kommentieren


Schlagworte