Senat leitet Verfahren gegen SV Mattersburg ein, Ponweiser geht

Die Burgenländer müssen bis kommenden Donnerstag den Nachweis erbringen, dass die für den Erhalt der Bundesliga-Lizenz notwendigen Kriterien erfüllt sind. Zudem wurde bekannt, dass in der Mattersburger Commerzialbank offenbar auch Sponsorverträge mit dem Fußballverein gefälscht worden sind.

Hinter der Zukunft des SV Mattersburg in der Bundesliga steht ein großes Fragezeichen.
© GEPA pictures/ Michael Meindl

Wien – Der Senat 5 der österreichischen Fußball-Bundesliga hat gegen den in Finanzprobleme geratenen SV Mattersburg ein Verfahren eingeleitet. Laut Mitteilung der Liga vom Mittwoch müssen die Burgenländer bis Donnerstag nächster Woche den Nachweis erbringen, dass die für den Erhalt der Lizenz nötigen Kriterien erfüllt sind.

Dies umfasse sportliche, personelle, rechtliche und infrastrukturelle Kriterien, ließ die Bundesliga nach einer Sitzung des Lizenzausschusses in einer Aussendung wissen. Der Club sei gefordert, seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit insbesondere im Hinblick auf die kommende Saison nachzuweisen.

Sponsorverträge beim SV Mattersburg womöglich gefälscht, Ponweiser geht

In der Mattersburger Commerzialbank sind offenbar auch Sponsorverträge mit dem SV Mattersburg gefälscht worden. Dieser Verdacht erschließt sich laut der Zeitung Standar­d (online) aus den laufenden Ermittlungen. Konkret dürfte es sich dabei etwa um künstlich aufgeblasene Sponsorzahlungen der Energie Burgenland drehen.

Das Unternehmen unterstützt den Fußballverein seit der Saison 2005/2006 „mit einem Betrag im mittleren fünfstelligen Bereich“, wie seine Sprecherin Hannelore Halwax auf Anfrage der Zeitung erklärte. Die erste Sponsoringvereinbarung sei noch vom Vorgängerunternehmen der heutigen Energie Burgenland eingegangen worden. Die Gegenleistungen des SV Mattersburg würden erbracht, so die Unternehmenssprecherin.

Der Haken: Die Sponsoringzahlungen sollen in der Bank wesentlich höher dargestellt worden sein, ohne Wissen des Energieversorgers. Auf diese Weise könnte es auch zu einem Schwindel-Sponsoring von Wüstenrot für die burgenländischen Fußballer gekommen sein. Wüstenrot jedenfalls sponsert den Verein nicht, erklärt das Unternehmen laut Standard. Auch die Skandalbank selbst war Sponsor des SVM.

Im ORF erklärte am Mittwochabend auch der Trainer und sportliche Leiter Franz Ponweiser seinen Abschied. Er hat offenbar genug gesehen und soll vor einem Wechsel zum ÖFB stehen.

Für die WSG Tirol heißt es damit weiter warten, ob sie kommendes Jahr in der Bundesliga oder 2. Liga spielt. (APA/TT.com)

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