„LGBT-freie Zonen“: Von der Leyen pocht auf Gleichstellung von Minderheiten

Polen hat kritisiert, dass die EU-Kommission Anträge zur Förderung von Städtepartnerschaften abgewiesen hat. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich nun ausdrücklich hinter die Rechte von sexuellen Minderheiten gestellt.

Symbolfoto.
© GABRIEL BOUYS

Brüssel – EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich ausdrücklich hinter die Rechte von sexuellen Minderheiten in Polen gestellt. Hintergrund ist der Streit über sogenannte LGBT-freie Zonen in dem EU-Staat.

"Unsere Verträge stellen sicher, dass alle Personen in Europa die Freiheit haben, zu sein, wer sie sind, zu leben, wo sie möchten, zu lieben, wen sie möchten und so viel Ehrgeiz zu entwickeln, wie sie wollen", schrieb von der Leyen am Donnerstag auf Twitter.

Und weiter: "Ich werde mich weiter für eine Union der Gleichberechtigung einsetzen." Mit der Erklärung reagierte von der Leyen auf Kritik aus Polen, wie ihre Sprecherin klarstellte.

📽️ Video | LGBT-freie Zonen verlieren Städtepartnerschaften

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EU-Kommission verweigert Förderung

Die EU-Kommission hatte sechs Anträge zur Förderung von Städtepartnerschaften abgewiesen, weil die beteiligten polnischen Kommunen sich zu "LGBT-freien Zonen" erklärt hatten. Die Abkürzung LGBT steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender. Auf die Brüsseler Entscheidung hatte Polens Justizminister Zbigniew Ziobro empört reagiert und sie als illegal bezeichnet.

In Polen haben mehr als 50 Gemeinden, überwiegend im Südosten des Landes, Resolutionen gegen eine angebliche "LGBT-Ideologie" verabschiedet. (APA/dpa)


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