„Outreach"-Festival in Schwaz trotzt Corona mit unbegrenztem Plan B

Von 6. bis 8. August geht das „Outreach"-Festival heuer als besonders kreativer Prozess über die Bühne. Mit im Programm: Schaufenster-Konzerte in der Werkstatt von Festivalgründer Franz Hackl als Ankünder der Festivaltage.

Nur minimal abgespeckt wird die „Outreach"-Auflage 2020: Zwölf statt 15 Konzerte werden dargeboten. Franz Hackl (links) will die Umstände als kreativen Prozess nutzen.
© Outreach

Schwaz – Corona macht zwar auch vor „Outreach" nicht Halt, aber „Outreach" nicht wegen Corona: Das gleichnamige Festival von Österreichs Jazz-Export Franz Hackl geht auch heuer in Schwaz in Tirol über die Bühne, und zwar von Donnerstag bis Samstag (6. bis 8. August). „20/20 Perfect Vision – infinite Plan B" lautet das heurige Motto des Festivals. Ein unbegrenzter Plan B, der laut Hackl nur eines nicht ist: aus der Not geboren.

„Unser Anspruch ist es, den infinite Plan B zur besseren Version der ,Perfect Vision' zu machen. Und das muss eben nicht im trauernden Notprogramm erstarren, sondern kann als kreativer Prozess genutzt werden", legte der Auslandstiroler mit „American spirit" die Marschroute fest. Diese fördert eine nur minimal abgespeckte „Outreach"-Auflage im Sinne des Plan B zu Tage: Zwölf statt 15 Konzerte werden diesmal dargeboten. Auch die Academy (26 Workshop-Klassen mit 35 Unterrichtseinheiten) geht in einem formidablen Umfang über die Bühne.

„Schaufenster-Konzerte" und Live-Streams

Neu im heurigen Repertoire: Die „Musikinstrumente Franz Hackl Schaufenster-Konzerte". Diese gehen in der Werkstatt des Musikers bzw. seines Vaters in der Heimatstadt sowie in der Sparkasse in der Schwazer Altstadt über die Bühne. Die Konzerte sollen als „klangvoller Ankünder des jeweiligen Festivaltages" fungieren und die Innenstadt vom anderen Innufer, gegenüber dem „SZentrum", beschallen. Bei dem Sparkasse-Schaufensterkonzert bespielt Franz Hackl im Trio mit dem Komponisten Leo Genovese und Stepptänzer Max Polack die Innenstadt. Das Konzert wird am 13. August stattfinden und gilt als Ersatz für das Outreach Open Air, das heuer Corona zum Opfer fällt.

Im Silbersaal der Silberstadt etwa feiert indes – unter Einhaltung der Corona-Sicherheitsvorgaben – das „Triple Concert Konzept" seine Wiederauferstehung. Drei Ensembles teilen sich die Bühne. Die musikalischen Botschafter der Komponisten-Paarungen sind Dave Taylor und Gene Pritsker, John Clark und Mark Egan sowie Jane Getter und Adam Holzman.

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Und auch auf die virtuelle Welt wird – notgedrungen – gesetzt: Wer aus Gründen der beschränkten Besucherkapazität nicht den Konzerten beiwohnen kann, kann auf die Live-Streams von den Konzerten zurückgreifen - und gleichzeitig das Festival unterstützen. Mit dem Tarif "Pay as you wish" hofft der Veranstalter, die Corona-bedingten Eintrittsverluste wettzumachen. (APA, TT.com)


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