Post: Massiver Gewinneinbruch im zweiten Quartal erwartet

Der Nettogewinn dürfte laut Schätzungen um 80 Prozent auf 7,2 Millionen Euro zurückgehen. Die Corona-Krise und die Anlaufkosten für die neue Bank belasten das Ergebnis.

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© Österreichische Post

Wien – Die Österreichische Post dürfte im zweiten Geschäftsquartal 2020 einen massiven Gewinneinbruch erlitten haben. Dies zeigen Schätzungen von Finanzanalysten der heimischen Banken Erste Group und Raiffeisen Centrobank (RCB). Der Umsatz dürfte vergleichsweise moderat zurückgehen. Die Post wird ihre Geschäftszahlen am kommenden Freitag veröffentlichten.

Die befragten Analysten rechnen im Schnitt mit rund 470 Millionen Euro Umsatz - ein Minus von rund drei Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Geschäftsschließungen in der Corona-Krise und das vorübergehend um rund die Hälfte gesunkene Werbevolumen dürften das Briefgeschäft der Post im zweiten Quartal belastet haben, schreibt Erste-Group-Analyst Christoph Schultes in seiner Einschätzung zur anstehenden Zahlenvorlage.

Post: Analystenschätzung für das zweite Quartal 2020 (in Mio. Euro)

© TT-Grafik

Auch die Anlaufkosten für die im April gestartete bank99 dürften das operative Ergebnis (EBIT) weiter gedrückt haben, erwartet der Analyst.

Dieses prognostizieren die beiden Banken bei rund 12 Millionen Euro - ein massiver Rückgang von 76 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Sogar noch etwas stärker dürfte der Nettogewinn zurückgehen: Hier rechnen die Analysten im Schnitt mit einem Gewinneinbruch von 80 Prozent auf 7,2 Millionen Euro. (APA)

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