Unwetter in Tirol: Murenabgang in Haiming, Bach in Silz über Ufer

Unwetter in Teilen Tirols hielten die Einsatzkräfte am Donnerstagnachmittag und -abend auf Trab. In Haiming ging eine Mure über der Alten Bundesstraße ab.

15 Zentimeter hohes Material lag auf der Alten Bundesstraße in Haiming.
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Haiming, Silz, Itter – Über weiten Teilen Tirols entluden sich am Donnerstagnachmittag und am Abend wieder heftige Unwetter mit schweren Regenfällen. Vielerorts standen die Feuerwehren im Dauereinsatz.

So mussten die Feuerwehrleute in Silz und Stams den Stadlingerbach, der bei Unwettern regelmäßig Probleme macht und große Mengen an Bäumen und Schlamm mitreißt, ausbaggern, um das Wasser wieder ungehindert abfließen zu lassen. „In den nächsten Tagen muss die Gemeinde nun das Auffangbecken räumen, das ist jetzt übervoll“, berichtet der Silzer Feuerwehrkommandant Michael Haslwanter. Mehrere Felder wurden überflutet. Wenig später wurde die Silzer Feuerwehr dann zu einem Einsatz im Kühtai gerufen, wo eine Pension zum Teil unter Wasser stand.

Nach einem heftigen Gewitter drohte der Stadlingerbach in Silz überzugehen.
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In Haiming ging gegen 17.45 Uhr eine Mure bei der so genannten "Rinne" ab. Die Alte Bundesstraße wurde rund 15 Zentimeter hoch mit Material verlegt, wie die Leitstelle Tirol berichtete. Verletzt wurde niemand, bis voraussichtlich Freitag ist die Straße im betroffenen Bereich nicht passierbar.

In Sellrain, wo es am Montag mehrere Vermurungen gegeben hatte, war die Situation laut BM Georg Dornauer „stabil“, Muren wurden bis zum Abend keine gemeldet. Drei Familien im Ortsteil Grubach konnten am Donnerstag in ihre Häuser zurückkehren, nachdem die Straße im Tal freigeräumt worden war. Rein präventiv ließ BM Dornauer die Straße dann aber für den weiteren Verkehr erneut sperren.

Im Unterland, in Itter, blieb ein Fahrzeug in einer überfluteten Unterführung stecken.

In Itter wurde ein kleinerer Erdrutsch ausgelöst.
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Insgesamt hat es laut Leitstelle Tirol rund 20 Einsätze wegen des Unwetters bis zum Abend gegeben. Im Raum Innsbruck gab es ab circa 18 Uhr heftige Regenfälle, die relativ rasch wieder nachließen. (TT.com/TT)


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