FC Sevilla fordert Manchester United: Große Klasse auf beiden Seiten

Im ersten Europa-League-Halbfinale will Manchester United am Sonntag (21 Uhr, live Puls4) den FC Sevilla aus dem Weg räumen. Im zweiten Semifinale kreuzen am Montag Inter und Donezk die Schwerter.

United-Trainer Ole Gunnar Solskjaer (M.) und Mittelfeldspieler Bruno Fernandes wollen auch nach dem Halbfinale gegen den FC Sevilla noch Grund zum Lachen haben.
© WOLFGANG RATTAY

Köln – Für die Roten Teufel ist die Partie am Sonntag bereits das dritte Halbfinale der Saison. Im FA-Cup schied United gegen den FC Chelsea aus, im Ligapokal war gegen Lokalrivale City Endstation. „Die Mannschaft hat sich entwickelt und wird immer hungriger“, sagte Coach Ole Gunnar Solskjaer, der in den Negativerlebnissen auch eine Chance sieht: „Lasst uns dafür sorgen, dass der Schmerz, den wir beim Ausscheiden aus den anderen beiden Pokalen gefühlt haben, den kleinen Unterschied macht, so dass wir es mehr wollen als sie.“

Solskjaer versuchte gar nicht erst, die Ansprüche seines Arbeitgebers zu verbergen. „Ins Halbfinale zu kommen, ist eine gute Leistung, ordentlich, aber für Manchester United noch nicht gut genug.“ Als Spieler gewann Solskjaer mit United Meisterschaften in Serie, hatte als Sieg-Torschütze im legendä­ren Finale von Barcelona maßgeblichen Anteil am Champions-League-Triumph 1999 gegen den FC Bayern. Als Coach soll der 47-Jährige den englischen Rekordchampion zurück zu altem Glanz führen.

Drei Jahre nach dem erstmaligen Gewinn der Europa League ist der Titel am 21. August in Köln für United das klare Ziel. Und schaut man nur auf die Namen im Kader, ist das Solskjaer-Team auch Favorit. Bruno Fernandes, Paul Pogba, Marcus Rashford, Anthony Martial: Gerade im Mittelfeld und im Sturm verfügt Manchester über jede Menge Power.

Der FC Sevilla hat jedoch gerade in der Europa League und im Vorgängerwettbewerb UEFA-Cup mit der Bestmarke von fünf Titeln schon häufig bewiesen, dass er sich auch gegen vermeintlich besser besetzte Konkurrenten durchsetzen kann. Ein großer Trumpf der Andalusier ist die starke Defensive. Fünf Pflichtspiele in Serie ist das Team des früheren spanischen Nationaltrainers Julen Lopetegui schon ohne Gegentor. Zudem spielt der Vierte der vergangenen Saison in der Primera División extrem clever. (dpa)

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