Nächster Moto3-Sieg für KTM-Pilot Arenas in Spielberg

Der Spanier gewann das dramatische Auftaktrennen auf dem Red Bull Ring. Max Kofler bleibt als 25. weiter ohne WM-Punkte. Dank Jorge Martin holte KTM auch in der Moto2 den Sieg.

Albert Arenas entschied das erste Rennen am Red Bull Ring für sich.
© GEPA pictures/ Christian Walgram

Spielberg – Der Spanier Albert Arenas (KTM) hat das Moto3-Rennen beim Grand Prix von Österreich gewonnen und mit seinem dritten Saisonsieg die WM-Führung in der kleinsten Klasse ausgebaut. Der Österreicher Maximilian Kofler konnte im ersten Rennen des WM-Doppelpacks auf dem Red Bull Ring nur einen Platz gut machen und wurde 25. WM-Punkte gingen sich damit für den Oberösterreicher erneut klar nicht aus.

Das Moto3-Rennen verlief auch in Österreich höchst dramatisch mit phasenweise bis 20 Fahrern innerhalb nur weniger Sekunden. Der zum bereits vierten Mal von Platz 26 gestartete KTM-Fahrer Kofler konnte nicht wie erhofft mit den Piloten vor ihm mitfahren, während sein routinierter Teamkollege Darryn Binder von Startplatz 22 auf Endrang 6 raste. Der jüngere Bruder des Brünn-Moto-GP-Siegers Brad Binder fuhr sogar als Vierter über die Ziellinie, wurde danach aber wegen mehrmaligem Verlassens der Track Limits wie einige andere Piloten zurückgereiht.

"Das Rennen war an sich cool. Wir haben viel gefightet und überholt, das hat aber leider Zeit auf die Führungsgruppe gekostet", erklärte Kofler, warum er nicht nach vorne gekommen war. Seine Bestleistung bleibt damit vorerst bei Platz 18 (Jerez). "Unter dem Strich haben wir aber alles umgesetzt, nächste Woche gibt es eine neue Chance", verwies der 19-Jährige nach seinem erst neunten WM-Lauf auf das zweite Spielberg-Rennen am kommenden Sonntag, dem GP der Steiermark.

Diesen wird der Oberösterreicher bereits als 20-Jähriger in Angriff nehmen. "Ich werde da versuchen, nicht mehr so viel zu fighten sondern, mit der Spitze mitzufahren", hat sich Kofler vorgenommen. Helfen sollten auch die Renndaten von Binder. "Die werden wir anschauen und vergleichen. Viel fehlt nicht mehr", ist Kofler überzeugt.

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Pit Beirer freute sich, dass gleich das erste Tages-Rennen einen KTM-Sieg gebracht hatte - wenn auch vor leeren Tribünen. "Wenn der Heim-Grand Prix so los geht, macht das immer Spaß", sagte der KTM-Sportdirektor. Strafen wie bei Binder müsse man akzeptieren. "Die Jungs sind so heiß und wild, da muss die Rennleitung reagieren."

KTM-Sieg auch in der Moto2

Auch das Moto2-Rennen hat beim GP von Österreich einen KTM-Heimsieg gebracht. Der Spanier Jorge Martin gewann in Spielberg erstmals und vor Valentino Rossis Halbbruder Luca Marini. Der Italiener übernahm damit die WM-Führung, weil Leader Enea Bastianini (ITA) nach einem heftigen Unfall sowie Rennunterbrechung auf eine Teilnahme am restlichen 13-Runden-Sprint verzichtet hatte.

Der beim Hochgeschwindigkeits-Crash mit Bastianinis auf der Strecke liegendem Bike in Runde vier schwer verunglückte Hafizh Syahrin wurde noch an der Strecke ausführlich untersucht. Der Malaysier, im Vorjahr MotoGP-Werksfahrer bei KTM, erlitt nach ersten Meldungen zwar mehrere schwer Prellungen vor allem an der Hüfte, aber offenbar keine wesentlichen Frakturen. Dennoch wurde der Fahrer zur genaueren Untersuchung auch noch in ein Krankenhaus gebracht. (APA)


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