Bierofka leitete erstes Wacker-Training, Sitzplätze für die Nordtribüne

Beim FC Wacker erfolgte am Montag der Trainingsauftakt für die kommende Zweitligasaison. Mit Neo-Chefcoach Daniel Bierofka und fünf Neuen wollen bzw. müssen die Innsbrucker im Aufstiegskampf mitmischen.

Übungserläuterung auf der Taktiktafel - der neue Wacker-Chefcoach Daniel Bierofka instruiert die FCW-Kaderspieler.
© Foto TT/Rudy De Moor

Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Vieles war neu beim Trainingsauftakt des FC Wacker am Montag. Daniel Bierofka, der neue Chefcoach, dirigierte mit Co Philipp Heinzer und Goalie-Trainer Szabolcs Safar 23 Profis. Beobachtet wurde der Auftakt vom neuen Aufsichtsratsvorsitzenden Jens Duve und dem neuen Präsidenten Joachim Jamnig. Es roch förmlich nach schwarzgrünem Aufbruch bei Nieselregen neben dem Tivoli. Die verletzten Lukas Wedl und Stefan Meusburger verfolgten das Geschehen vom Kabinenfenster aus und nach der schweißtreibenden Einheit meinte Rückkehrer Flo Jamnig treffend: „Super wieder da zu sein. Das könnte eine schöne Zeit werden.“

Daniel Bierofka sah sich nach der ersten Einheit in seinen Spielbeobachtungen bestätigt. „Ich habe diese Mannschaft in vielen Meisterschaftsspielen gesehen und schätzen gelernt. Da steht Einsatz und Leidenschaft ganz oben.“ Was für den bekennenden Löwen (TSV 1860 München) wichtige Eckpfeiler sind. „Nach der 3:4-Niederlage in Ried fuhr ich schwer frustriert nach Hause, weil ich mitfühlen konnte, wie sich Mannschaft und Trainer fühlten. Aber gerade in diesem Spiel ist mir das Team schon ein wenig ans Herz gewachsen. Die geben bis zur letzten Minute ihr letztes Hemd.“

🎥 Videobeitrag: Vieles neu beim FC Wacker Innsbruck

In Sachen Kaderplanung hat Sportchef Alfred Hörtnagl nur eine Personalie abzuarbeiten. „Die schwere Verletzung von Meusburger hat richtig weh getan. Ich hatte ihn als Führungsspieler eingeplant. Jetzt brauchen wir noch einen Innenverteidiger mit der nötigen Spielerfahrung“, so Bierofka, dessen Familie – Eltern, Frau und die beiden Kinder – dem Premieren-Training ebenfalls beiwohnten. „Wir sind immer zusammen und eine verschworene Gruppe. Das muss die Mannschaft auch werden.“ Eine Wohnung in der Innenstadt bezog der 41-Jährige bereits: „Sie ist sehr klein, aber das passt gut. Ich bin ja nicht auf Urlaub hier sondern zum Arbeiten.“ Die Familie bleibt in München, weil die Kinder im gewohnten Umfeld weiter zur Schule gehen sollen.

Stühle für die Nordtribüne werden montiert

Die Vorbereitung ist kurz, aber intensiv. Zweimal pro Tag wird trainiert, am kommenden Samstag steht der erste Test in Rum gegen Unterhaching auf dem Trainingsplan. Am Samstag, dem 29. August, folgt mit der Pokalpartie beim ASV Schrems das erste Pflichtspiel. Bislang fünf Neuzugänge – Torjäger Ronivaldo, Tormann Marco Knaller, Flo Jamnig, Fabio Viteritti und Verteidiger Darijo Grujcic – gilt es entsprechend zu integrieren. „Es ist zwar eine sehr junge Mannschaft, aber mit den Neuzugängen wird das eine richtig geile Mischung“, sieht der 33-jährige Knaller positiv in die FCW-Zukunft. Die allgemeine Erwartungshaltung bzw. Zielvorgabe? „Zunächst den Abstand zu Austria Klagenfurt verkürzen und dann sehen wir weiter. Ergibt sich eine Aufstiegschance, wollen wir sie nützen. Schritt für Schritt soll die Entwicklung erfolgen. Druck gibt es bei einem Traditionsverein immer, damit muss man umgehen können“, so Bierofka.

Torschützenkönig Ronivaldo erzielte die ersten Treffer im FCW-Dress. Im Hintergrund der 18-jährige Felix Köchl.
© Foto TT/Rudy De Moor

Neben der sportlichen Vorbereitung laufen auch die Planungen in der Geschäftsstelle auf Hochtouren. Die Abos sind bereit zum Verschicken. „Die Nordtribüne wird bestuhlt, die Osttribüne wird geöffnet, auf der West ist der VIP-Sektor untergebracht. Muss ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt werden, erstatten wir die Kosten zurück“, erklärt Präsident Jamnig.

Noch sprießen auf dem gepflegten Tivolirasen weiße Pilze, das soll und wird sich Mitte September ändern, wenn die WSG Tirol erstklassig und der FC Wacker in der zweiten Liga den Spielbetrieb aufnehmen.


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