Zwei schwere Erdbeben vor der Küste erschütterten Sumatra

Die Erdstöße der Stärke 6,8 und 6,9 ereigneten sich laut US-Erdbebenwarte USGS um 5.23 Uhr sowie um 5.29 Uhr Ortszeit auf der indonesischen Insel. Nach schweren Erdbeben am Dienstag haben Hunderte Nachbeben am Mittwoch die philippinische Insel Masbate erschüttert.

In der philippinischen Stadt Cataingan stürzten nach zwei schwere Erdbeben am Dienstag Häuser ein. Hunderte Nachbeben erschütterten die Region am Mittwoch.
© AFP

Jakarta – Zwei heftige Erdbeben vor der Küste haben am Mittwoch die indonesische Insel Sumatra erschüttert. Die Erdstöße der Stärke 6,8 und 6,9 ereigneten sich um 5.23 Uhr sowie um 5.29 Uhr Ortszeit, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben. Über Verletzte oder Schäden wurde zunächst nichts bekannt.

In Indonesien gibt es immer wieder starke Erdbeben. Der Inselstaat liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, wo sich mehrere Erdplatten treffen und die seismische Aktivität besonders hoch ist. 2018 waren bei einem Beben der Stärke 7,5 und einem Tsunami auf der Insel Sulawesi mehr als 4.300 Menschen ums Leben gekommen oder als vermisst gemeldet.

Noch viel verheerender war ein Beben der Stärke 9,1 mit anschließendem Tsunami zu Weihnachten 2004: Damals starben in mehreren Ländern am Indischen Ozean etwa 220.000 Menschen, davon 170.000 in Indonesien.

Hunderte Nachbeben erschüttern Zentralphilippinen

Einen Tag nach einem schweren Erdbeben der Stärke 6,6 haben Hunderte Nachbeben die philippinische Insel Masbate erschüttert. Bei dem Beben Dienstagfrüh nahe dem Ort Cataingan rund 430 Kilometer südlich von Manila war ein Mensch ums Leben gekommen, 48 Menschen wurden verletzt.

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Behörden riefen Bewohner am Mittwoch dazu auf, sich wegen der Einsturzgefahr von beschädigten Häusern und Gebäuden fernzuhalten.

Seit Dienstag erfasste das staatliche seismologische Institut Phivolcs nach eigenen Angaben mehr als 280 Nachbeben, das schwerste davon hatte eine Stärke von 5,2. "Starke Nachbeben können weitere Schäden verursachen und beschädigte Bauwerke zum Einsturz bringen", sagte Phivolcs-Direktor Renato Solidum dem Radiosender DZMM. Deshalb rate man dazu, die Gebäude zu evakuieren und von Ingenieuren inspizieren zu lassen.

Cataingan war am stärksten von dem Beben betroffen. Dabei wurden nach Behördenangaben unter anderem Straßen, Häuser, ein Krankenhaus, eine Kirche und ein Kolosseum beschädigt, in dem asymptomatische Corona-Infizierte untergebracht waren. Erdbeben sind auf den Philippinen keine Seltenheit. Der südostasiatische Inselstaat liegt am Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. An dieser Linie ereignen sich rund 90 Prozent aller Beben weltweit. (APA/AFP/dpa)


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