Grenzpolizei führte Innenminister Drohneneinsatz in Nickelsdorf vor

Derzeit läuft ein Drohnen-Pilotversuch an der Grenze zu Ungarn und Slowenien mit mehr als 40 Drohnen und 90 Operatoren. Der Test soll Ende August starten und bis Ende des Jahres dauern.

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) im Rahmen einer "Übung zur Grenzsicherung unter Verwendung von Drohnen" am Mittwoch in Nickelsdorf.
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Anlässlich des bevorstehenden Starts des Drohnen-Testbetriebs an den Grenzen zu Ungarn und Slowenien hat Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) Mittwochmittag den Grenzübergang im burgenländischen Nickelsdorf besucht. Die Polizei führte ihm und den Medien dabei vier Drohneneinsätze vor. Das Pilotprojekt mit mehr als 40 Drohnen und 90 Operatoren beginnt Ende August und dauert bis Ende des Jahres.

"Die aus dem Testbetrieb gewonnenen Erfahrungen sollen die Grundlagen für weitere organisatorische, personelle sowie technische Vorkehrungen für den Einsatz von Drohnen im Grenzraum zur Bekämpfung von Schlepperei und illegaler Migration schaffen", so Nehammer.

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Derzeit seien mehr als 40 Drohnen und 90 Operatoren im Einsatz und werden ausgebildet. Die Drohnen soll die 1300 Polizisten und Soldaten, die zur Grenzsicherung und Grenzüberwachung eingesetzt werden, unterstützen.

Vier Szenarien

Beim ersten Szenario wurden mit einer Polizei-Drohne im Nahbereich der Grenzkontrollstelle Nickelsdorf die Staatsgrenze überwacht und dabei eine Gruppe von Migranten ausfindig gemacht und angehalten.

Beim zweiten Szenario passierte ein Lkw die Grenzübergangsstelle. Dabei kontrollierte eine Drohne die Oberseite des Lkw. Mit einer Wärmebildkamera konnten Konturen von Menschen ausgemacht werden, die sich unter einer Plane versteckten.

Beim dritten Szenario kam die Drohne bei einem Zug der "rollenden Landstraße" zum Einsatz. Dabei wurden ebenfalls Menschen auf Waggons mit aufgeschlitzten Planen und auf offenen Waggons entdeckt und festgenommen.

Beim vierten Szenario kam es zur Action direkt vor dem Minister. Dabei wurden mit zwei Drohnen ein Schlepperfahrzeug sowie ein Vorausfahrzeug, die nach Österreich einreisten, lokalisiert und verfolgt. Alarmierte Puma-Einsatzkräfte hielten die beiden Fahrzeuge an und nahmen die Schlepper und die Migranten fest.

Die eingesetzten Drohnen lieferten trotz starken Windes auf einer Entfernung von über 1000 Metern relativ stabile Bilder. Bei der Übung kamen verschiedene Drohnenmodelle zum Einsatz. Im Schnitt kann nach Angaben der Einsatzkräfte eine Drohen 45 bis 50 Minuten in der Luft bleiben. Der Akku-Wechsel dauert weniger als eine Minute. (APA)


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