8687 Tonnen Müll auf Österreichs Autobahnen im Jahr 2019

Entlang der 56 Asfinag-Rastplätze und 87 Raststationen sind im vergangenen Jahr knapp 8700 Tonnen Müll angefallen. Allein in Tirol waren es 1332 Tonnen.

Österreichs Autobahnen haben nach wie vor ein Müllproblem.
© kristen-images.com / Michael Kristen

Wien – Im Vorjahr sind auf den österreichischen Autobahnen 8687 Tonnen Müll bei den 56 Asfinag-Rastplätzen und 87 Raststationen angefallen. Im Vergleich zu 2018 mit 8773 Tonnen bedeutet das einen leichten Rückgang. „Die Tonnen an Müll machen dennoch deutlich, dass Maßnahmen zur Müllreduktion dringend nötig sind“, betonte Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) in einer Aussendung am Donnerstag.

„Im Kampf gegen Müll und Littering besteht dringender Handlungsbedarf“, forderte auch Asfinag-Vorstand Hartwig Hufnagel. „Daher haben wir die Aktion ́Ich bin eine Autobahn – kein Mistkübel` ins Leben gerufen. Leider landet immer mehr Müll nicht in den dafür vorgesehenen Containern und Mistkübeln, sondern direkt auf der Strecke und den Rastplätzen“, betonte Hufnagel. Rund ein Viertel des Jahresmülls muss mit großem Aufwand händisch aufgesammelt werden, ein Großteil davon sind Plastikflaschen, die leicht zu Wurfgeschossen werden und damit auch ein erhebliches Risiko für die Verkehrssicherheit darstellen, kritisierte die Asfinag.

1332 Tonnen in Tirol

Der meiste Müll fiel 2019 mit 1866 Tonnen in Niederösterreich an, die Entfernung kostete 2,9 Millionen Euro. In der Steiermark waren es 1342 Tonnen, in Salzburg 1338 Tonnen und in Tirol 1332 Tonnen. In Oberösterreich wurden 1299 Tonnen Müll beseitigt, in Kärnten waren es 768 Tonnen, im Burgenland 420, in Vorarlberg 276 und in Wien 46 Tonnen Abfall.

Insgesamt 2233 Kilometer umfasst das Streckennetz der Asfinag, seit Jahren steigt das Müllaufkommen. Fielen 2016 noch rund 7300 Tonnen Müll an, waren es 2018 bereits mehr als 8700 Tonnen. 2019 sind es mit 8687 Tonnen knapp ein Prozent weniger als 2018. Auch die Kosten für die Müllentsorgung sind entsprechend gewachsen - und zwar von rund zehn Millionen Euro im Jahr 2016 auf mittlerweile 13 Millionen Euro im Vorjahr.

TT-ePaper gratis testen und eine von fünf Snow Cards Tirol gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt mitmachen
TT ePaper

Diese Steigerungen sind jedoch nur zum Teil auf das in den vergangenen Jahren gestiegene Verkehrsaufkommen zurückzuführen, betonte die Asfinag. Vermehrt kommt es zu illegalen Müllablagerungen im großen Stil. Autoreifen, Bauschutt sowie Kühlschränke und ganze Wohnungseinrichtungen werden auf Park- und Rastplätzen entlang der hochrangigen Straßen unerlaubt abgeladen. Die Entfernung und Entsorgung dieser Müllberge ist nur unter großem Aufwand - sowohl finanziellem als auch personellem - möglich. (APA)


Kommentieren


Schlagworte